Home Staging: Die richtige Präsentation beim Immobilienverkauf in Österreich
Eine schöne Immobilie verkauft sich nicht automatisch gut – entscheidend ist, wie sie auf Kaufinteressenten wirkt. Home Staging (auch Wohnstaging genannt) setzt genau hier an, denn mit der richtigen Präsentation lassen sich Wohnräume attraktiver gestalten, Potenziale sichtbar machen und die Vermarktung in Österreich gezielt unterstützen.
- Home Staging bezeichnet die professionelle Gestaltung einer Immobilie für den Verkauf. Beim virtuellen Home Staging werden Möbel und Dekoration stattdessen digital in Immobilienfotos eingefügt.
- Ziel des Home Stagings ist es, die Vorzüge einer Immobilie hervorzuheben und Interessenten die Vorstellung vom künftigen Zuhause zu erleichtern. Das kann die Vermarktung und einen höheren Verkaufspreis unterstützen.
- Die Kosten für ein vollständiges Home Staging liegen häufig bei etwa 1 bis 3 % des angestrebten Verkaufspreises. Ob sich die Investition lohnt, hängt vom Objekt und von der Marktsituation ab.
- Was ist Home Staging?
- Welche Vorteile hat Home Staging für Immobilien?
- Wie läuft Home Staging beim Immobilienverkauf ab?
- Welche Maßnahmen sind beim Home Staging möglich?
- Welche Kosten entstehen beim Home Staging?
- Was ist Virtual Homestaging?
- Wie unterscheiden sich House Staging und Wohnungs Staging?
- Fazit: Wann ist Home Staging für Immobilien wirklich sinnvoll?
1. Was ist Home Staging?
Home Staging bezeichnet das professionelle Herrichten, Möblieren und Dekorieren einer Immobilie, um sie für den Verkauf oder die Vermietung ansprechend zu präsentieren. Durch eine harmonische Einrichtung, passende Beleuchtung und eine neutrale Gestaltung erkennen Interessenten das Potenzial der Räume leichter und können sich besser vorstellen, dort selbst zu wohnen. Neben dem House Staging und dem Wohnungs Staging ist sogar virtuelles Home Staging möglich.
2. Welche Vorteile hat Home Staging für Immobilien?
Beim Immobilienverkauf zählt nicht nur, was eine Immobilie bietet, sondern auch, wie überzeugend sie präsentiert wird. Home Staging hilft dabei, die Vorzüge eines Hauses oder einer Wohnung hervorzuheben sowie Interessenten einen besseren Eindruck von den Räumen und ihrer Nutzung zu vermitteln. Das kann die Vermarktung unterstützen, ersetzt aber weder einen marktgerechten Angebotspreis noch eine gute Verkaufsstrategie.
Wie gut sich eine Immobilie mit Home Staging verkaufen kann, zeigen auch Zahlen aus Österreich: Für das Jahr 2024 wertete Staging Homes insgesamt 165 Fälle aus. Die durchschnittliche Vermarktungsdauer lag bei 60 Tagen, der gemeldete Mehrerlös bei durchschnittlich 14,8 %. Bei Immobilien, die erstmals am Markt angeboten wurden, betrug dieser sogar 17,8 %. Da die Zahlen aus einer freiwilligen Branchenbefragung stammen, sind sie nicht repräsentativ für den gesamten österreichischen Immobilienmarkt. Sie geben Eigentümern aber einen ersten Anhaltspunkt dafür, welches Potenzial eine ansprechende Immobilienpräsentation haben kann.
Die wichtigsten Vorteile von Home Staging im Überblick:
- Bessere Präsentation der Immobilie: Eine aufgeräumte, harmonisch eingerichtete Immobilie wirkt einladender und lenkt den Blick auf ihre Stärken.
- Leichtere Vorstellung der Raumnutzung: Gerade bei leerstehenden Immobilien fällt es vielen Interessenten schwer, Raumgrößen und Einrichtungsmöglichkeiten einzuschätzen. Passende Möbel zeigen, wie sich beispielsweise ein Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer nutzen lässt.
- Mehr Aufmerksamkeit auf Immobilienportalen: Professionell gestaltete Räume können auf Fotos ansprechender wirken und dadurch das Interesse potenzieller Käufer wecken. Ob daraus mehr Anfragen entstehen, hängt unter anderem von Lage, Preis und Wettbewerb ab.
- Stärkere emotionale Wirkung: Eine wohnliche Atmosphäre erleichtert es Interessenten, sich das eigene Leben in der Immobilie vorzustellen. Das kann die Entscheidung für eine Besichtigung oder den Kauf von Haus oder Wohnung positiv beeinflussen.
- Weniger Angriffsfläche bei Preisverhandlungen: Ein gepflegter Gesamteindruck hilft, vermeidbare Kritik an Unordnung oder einer ungünstigen Präsentation in Verkaufsverhandlungen zu reduzieren. Tatsächliche Mängel, Modernisierungsbedarf und ein überhöhter Angebotspreis lassen sich dadurch allerdings nicht ausgleichen.
- Möglicherweise kürzere Vermarktungsdauer: Eine überzeugende Präsentation kann die Immobilienvermarktung unterstützen. Wie schnell ein Verkauf gelingt, hängt jedoch vor allem auch von der Marktlage, dem Zustand und dem Angebotspreis ab.
Auch Vermieter können von Home Staging profitieren. Eine ansprechende Präsentation erleichtert Mietinteressenten die Vorstellung ihrer künftigen Wohnung und kann die Zahl passender Anfragen erhöhen. Besonders bei leerstehenden Wohnungen oder hochwertigen Mietobjekten kann sich der Aufwand lohnen. Entscheidend bleibt, dass Miete und Ausstattung zur Zielgruppe und zum örtlichen Mietmarkt passen.
3. Wie läuft Home Staging beim Immobilienverkauf ab?
Ob Sie ein leerstehendes Einfamilienhaus, eine geerbte Immobilie oder eine noch vermietete Wohnung verkaufen möchten: Home Staging kann den entscheidenden Unterschied in der Immobilienpräsentation machen. Ein paar Vasen und Lampen reichen dabei jedoch nicht aus. Vielmehr ist ein strukturiertes Vorgehen mit Blick auf die Zielgruppe wichtig, um die geplante Vermarktung so gut wie möglich zu unterstützen.
Zunächst werden die Immobilie, ihre Besonderheiten und mögliche Schwachstellen betrachtet. Dabei geht es beispielsweise um Raumaufteilung, Lichteinfall, Zustand, vorhandene Einrichtung und die Frage, welche Käufer angesprochen werden sollen. Ein erfahrener Immobilienmakler kann einschätzen, welche Vorzüge für die Zielgruppe besonders wichtig sind und welche Präsentation zum lokalen Markt passt. Dieses Wissen kann das Home Staging noch wirkungsvoller machen.
Auf Basis der Analyse entsteht ein Konzept für die Gestaltung. Es legt fest, welche Möbel bleiben, welche Gegenstände entfernt werden und ob zusätzliche Möbel, Beleuchtung oder Dekoration benötigt werden. Gemeinsam mit einem Home Stager oder dem Makler können Sie außerdem entscheiden, welche Maßnahmen sich angesichts des erwarteten Verkaufsergebnisses wirtschaftlich rechnen.
Persönliche Gegenstände, überflüssige Möbel und störende Dekoration werden entfernt oder reduziert. Eine gründliche Reinigung sowie kleinere, sinnvolle Schönheitsreparaturen schaffen eine gute Ausgangsbasis für die Inszenierung. Bei einer bewohnten Immobilie wird die bestehende Einrichtung so angepasst, dass Räume möglichst offen, gepflegt und neutral wirken. Wichtig ist dabei, das Eigentum des Mieters nicht zu beschädigen oder das Wohngefühl langfristig zu beeinträchtigen.
Nun werden Möbel, Textilien, Lichtquellen und Dekoration gezielt eingesetzt. In leer stehenden Immobilien kommen häufig Mietmöbel zum Einsatz, während bei bewohnten Objekten oft die vorhandene Einrichtung optimiert wird. Ziel ist eine stimmige Gestaltung, die Raumproportionen und Nutzungsmöglichkeiten verdeutlicht, ohne die Immobilie künstlich aufzuwerten.
Klären Sie vorab, wie lange Möbel und Accessoires gemietet werden und welche Leistungen im Angebot enthalten sind. So vermeiden Sie zusätzliche Kosten, wenn sich der Verkauf von Haus oder Wohnung verzögert.
Nach dem Home Staging wird die Immobilie fotografiert und für die Vermarktung vorbereitet. Professionelle Fotos helfen, die Wirkung der Räume auch auf Immobilienportalen zu vermitteln. Ein Makler kann die Termine mit dem Home Stager und dem Fotografen koordinieren und darauf achten, dass die Präsentation zur Vermarktungsstrategie und zum Angebotspreis passt.
Während der Vermarktung sollten die gestalteten Räume möglichst ordentlich und einladend bleiben. Der Makler organisiert die Besichtigungen und nimmt Rückmeldungen von Interessenten auf, um bei Bedarf die Vermarktung anzupassen. Nach dem Verkauf oder nach Ablauf der vereinbarten Mietzeit werden Mietmöbel und Dekoration in der Regel wieder abgeholt. Der genaue Zeitpunkt richtet sich hierbei nach dem Vertrag mit dem Dienstleister.



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4. Welche Maßnahmen sind beim Home Staging möglich?
Home Staging muss nicht bedeuten, eine Immobilie vollständig neu einzurichten. Oft reichen gezielte Veränderungen, um Räume freundlicher und großzügiger wirken zu lassen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt davon ab, ob die Immobilie leer steht, noch bewohnt ist oder ob vor dem Verkauf kleinere Schönheitsreparaturen benötigt werden.
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Maßnahme |
Wirkung |
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Entrümpeln und aufräumen |
Schafft freie Flächen, lässt Räume übersichtlicher wirken und erleichtert die Orientierung. |
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Persönliche Gegenstände reduzieren |
Macht die Immobilie neutraler und gibt Interessenten mehr Raum für eigene Vorstellungen. |
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Möbel neu anordnen |
Verbessert Laufwege und betont die Raumaufteilung sowie die Nutzungsmöglichkeiten. |
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Mietmöbel einsetzen |
Verdeutlicht bei leerstehenden Immobilien die Größenverhältnisse und mögliche Einrichtungsvarianten. |
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Beleuchtung optimieren |
Hellt dunkle Bereiche auf und schafft eine freundlichere Atmosphäre. |
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Wände und Oberflächen auffrischen |
Eine saubere, neutrale Wandgestaltung und gepflegte Oberflächen verbessern den Gesamteindruck. |
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Textilien und Dekoration gezielt einsetzen |
Teppiche, Vorhänge, Kissen und dezente Accessoires sorgen für ein stimmiges Gesamtbild, ohne Räume zu überladen. |
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Küche und Bad sorgfältig vorbereiten |
Saubere Armaturen, freie Arbeitsflächen und ordentliche Ablagen vermitteln einen gepflegten Eindruck. |
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Außenbereiche gestalten |
Ein aufgeräumter Eingangsbereich, gepflegte Pflanzen und eine saubere Terrasse stärken den ersten Eindruck. |
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Professionelle Immobilienfotografie |
Hält die Wirkung der Gestaltung fest und unterstützt die Präsentation auf Immobilienportalen und in Exposés. |
Home Staging versteckt keine Mängel
Home Staging soll die Vorzüge einer Immobilie sichtbar machen, nicht ihren tatsächlichen Zustand verschleiern. Aufräumen, Streichen oder das geschickte Platzieren von Möbeln sind sinnvolle Maßnahmen, solange sie einen realistischen Eindruck vermitteln. Feuchtigkeitsschäden, Risse, defekte Installationen oder andere relevante Mängel dürfen nicht gezielt verdeckt werden, um Kaufinteressenten über den Zustand zu täuschen.
Gerade beim Immobilienverkauf ist eine transparente Kommunikation wichtig. Nach österreichischem Recht können insbesondere das arglistige Verschweigen von Mängeln oder falsche Angaben zu den Eigenschaften einer Immobilie rechtliche Folgen haben. Welche Ansprüche im Einzelfall bestehen, hängt unter anderem vom Kaufvertrag und den Umständen des Verkaufs ab. Lassen Sie notwendige Reparaturen daher fachgerecht ausführen und dokumentieren Sie den Zustand der Immobilie nachvollziehbar. Ein professionelles Home Staging verbessert die Präsentation, ersetzt aber weder eine sachgerechte Zustandsprüfung noch die Offenlegung relevanter Informationen.
5. Welche Kosten entstehen beim Home Staging?
Die Home-Staging-Kosten richten sich vor allem nach Größe, Zustand und Möblierung der Immobilie sowie nach dem Umfang der Dienstleistung. Eine Beratung für eine bewohnte Wohnung ist deutlich günstiger als die vollständige Einrichtung eines leerstehenden Hauses. Die folgenden Beträge sind grobe Orientierungswerte für Österreich. Tatsächliche Preise können je nach Region, Wohnfläche, Leistungsumfang und Mietdauer deutlich abweichen.
Durchschnittliche Home Staging Preise im Überblick
- Beratung vor Ort: etwa 100 bis 500 € netto. Sie erhalten Empfehlungen, die Sie anschließend selbst umsetzen können.
- Ein-Tages-Staging oder Coaching: etwa 500 bis 900 € netto. Ein Experte unterstützt Sie bei der Optimierung der vorhandenen Einrichtung und bei der Vorbereitung der Räume.
- Komplettes Home Staging: häufig mehrere Tausend Euro. Als grobe Orientierung etwa 1 bis 3 % des angestrebten Verkaufspreises. Bei leerstehenden Immobilien umfasst das Paket häufig Konzept, Mietmöbel, Dekoration sowie An- und Abtransport zuzüglich Auf- und Abbau.
- Zusätzliche Kosten: Renovierungsarbeiten, Handwerker, Malermaterial, Entrümpelung, Grundreinigung oder Gartenpflege können separat berechnet werden. Prüfen Sie deshalb genau, welche Leistungen im Angebot Ihres Home Stagers enthalten sind.
Die genannten Beträge sind keine österreichweit erhobenen Durchschnittspreise. Österreichische Anbieter rechnen je nach Paket und Leistungsumfang unterschiedlich ab. Prüfen Sie daher, ob die Preise inklusive oder exklusive Umsatzsteuer angegeben sind und ob Möbelmiete, Transport, Auf- und Abbau sowie eine mögliche Verlängerung der Mietdauer enthalten sind.
Beispielrechnung: Home Staging für ein Einfamilienhaus
Für dieses Beispiel nehmen wir an, Sie möchten ein leerstehendes Einfamilienhaus mit einem angestrebten Verkaufspreis von 600.000 € verkaufen. Neben einem professionellen Home Stager entscheiden Sie sich für Mietmöbel, die Ihnen drei Monate zur Verfügung stehen.
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Kostenposition |
Beispielbetrag |
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Beratung und Gestaltungskonzept |
300 € |
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Mietmöbel und Dekoration für rund drei Monate |
5.000 € |
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Transport sowie Auf- und Abbau |
2.000 € |
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Zusätzliche Vorbereitung und Reinigung |
700 € |
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Gesamtkosten |
8.000 € |
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Anteil am Verkaufspreis |
ca. 1,33 % |
Ob sich diese Investition lohnt, zeigt ein Vergleich mit dem möglichen Verkaufserlös. Würde das Home Staging beispielsweise dazu beitragen, einen um 10.000 € höheren Verkaufspreis zu erzielen, verblieben nach Abzug der angenommenen 8.000 € Staging-Kosten rechnerisch 2.000 € Gewinn vor Berücksichtigung weiterer Verkaufs- und Nebenkosten. Gibt die aktuelle Marktlage jedoch keinen höheren Preis her, würde sich das Home Staging unter diesen Annahmen finanziell nicht rechnen. Entscheidend ist deshalb, ob Aufwand und erwarteter Nutzen für Ihre Immobilie in einem angemessenen Verhältnis stehen.
6. Was ist Virtual Homestaging?
Virtual Homestaging, auch digitales Home Staging oder virtuelles Homestaging genannt, bezeichnet die nachträgliche Einrichtung von Immobilienfotos am Computer. Leere Räume werden mithilfe von Bildbearbeitung, 3-D-Technik oder KI mit passenden Möbeln, Farben und Dekorationen ergänzt. Anders als beim klassischen Home Staging werden dabei keine realen Möbel aufgestellt oder Räume physisch umgestaltet.
Die Methode des Virtual Homestagings eignet sich vor allem für leerstehende Immobilien, bei denen Kaufinteressenten auf Fotos nur schwer die Größe und Raumwirkung einschätzen können. Das digitale Home Staging kann darüber hinaus auch helfen, verschiedene Einrichtungsstile zu zeigen, ohne Möbel zu mieten. Bei bewohnten Immobilien lassen sich digitale Einrichtungsideen ebenfalls einsetzen, sofern die Darstellung zum tatsächlichen Zustand passt. Das eignet sich vor allem dann, wenn der Mieter durch das virtuelle Home Staging nicht in seinem täglichen Leben beeinträchtigt werden soll.
Klassisches und digitales Home Staging im Vergleich
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Kriterium |
Klassisches Home Staging |
Digitales Home Staging |
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Umsetzung |
Räume werden tatsächlich mit Möbeln, Licht und Dekoration gestaltet. |
Einrichtung wird nachträglich in Fotos eingefügt. |
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Kosten |
Meist höhere Kosten durch Planung, Mietmöbel, Transport und Auf- bzw. Abbau. |
In der Regel günstiger, da nur die Bildbearbeitung nötig ist. Kosten für Möbelmiete, Transport & Co. entfallen. |
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Wirkung bei Besichtigungen |
Interessenten erleben die gestalteten Räume vor Ort. |
Einrichtung ist nur auf den bearbeiteten Bildern sichtbar. |
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Flexibilität |
Änderungen erfordern gegebenenfalls einen erneuten Gestaltungsaufwand. |
Verschiedene Einrichtungsstile lassen sich vergleichsweise leicht darstellen. |
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Besonders geeignet für |
Immobilien, deren Wirkung auch bei Besichtigungen verbessert werden soll. |
Exposés, Online-Inserate und leerstehende Räume. |
Worauf Sie beim virtuellen Homestaging achten sollten
- Realistische Darstellung: Möbelgröße, Perspektive, Licht und Raumproportionen müssen zum Original passen.
- Transparenz: Kennzeichnen Sie digital eingerichtete Bilder klar als Visualisierung oder virtuell möblierte Darstellung.
- Originalzustand zeigen: Ergänzen Sie die bearbeiteten Bilder durch unveränderte Fotos, damit Interessenten die tatsächlichen Räume beurteilen können.
- Keine Mängel kaschieren: Schäden, bauliche Besonderheiten oder fehlende Ausstattung dürfen nicht durch die Bildbearbeitung irreführend verändert werden.
Digitales Home Staging kann eine kostengünstige Ergänzung der Immobilienvermarktung sein. Es ersetzt jedoch nicht die tatsächliche Besichtigung und eignet sich weniger, wenn Interessenten die Wirkung der Einrichtung vor Ort erleben sollen.
7. Wie unterscheiden sich House Staging und Wohnungs Staging?
House Staging und Wohnungs Staging verfolgen dasselbe Ziel: Eine Immobilie soll so präsentiert werden, dass Interessenten ihre Vorzüge erkennen und sich die künftige Nutzung besser vorstellen können. Der wesentliche Unterschied liegt weniger in der Methode als in der Art und Größe des Objekts sowie in den Bereichen, die bei der Gestaltung besondere Aufmerksamkeit benötigen.
Beim House Staging, also der optischen Aufwertung eines Hauses, werden neben Wohn- und Schlafräumen häufig auch Eingangsbereich, Treppenhaus, Keller, Terrasse und Garten berücksichtigt. Gerade bei Einfamilienhäusern ist es wichtig, den Zusammenhang zwischen Innen- und Außenbereichen sowie die Nutzungsmöglichkeiten für unterschiedliche Lebenssituationen zu vermitteln. Beim Wohnungs Staging stehen dagegen meist die Raumaufteilung, die Lichtverhältnisse und die optimale Nutzung der vorhandenen Fläche im Mittelpunkt. Gerade in kleinen Wohnungen können eine reduzierte Möblierung und freie Laufwege besonders wichtig sein. Welche Maßnahmen sich wirklich lohnen, hängt in beiden Fällen aber immer von den individuellen Merkmalen der Immobilie, der Zielgruppe und dem Vermarktungsbudget ab.
8. Fazit: Wann ist Home Staging für Immobilien wirklich sinnvoll?
Home Staging ist mehr als ein bisschen Dekoration – es ist eine Möglichkeit, die Stärken einer Immobilie gezielt herauszustellen und ihre Nutzungsmöglichkeiten verständlich zu vermitteln. Besonders bei leerstehenden Häusern, geerbten Immobilien oder Wohnungen mit ungünstiger Raumwirkung kann die professionelle Präsentation einen Unterschied machen. Auch bei hochwertigen Objekten oder in einem wettbewerbsintensiven Markt kann sich der Aufwand lohnen. Wird das Home Staging zielgerichtet geplant und durchgeführt, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, den Haus- bzw. Wohnungsverkauf schneller oder zu einem höheren Verkaufspreis abzuschließen. Eine Garantie für einen erfolgreicheren Verkauf bietet das Home Staging natürlich nicht.
Weniger sinnvoll ist eine aufwändige Inszenierung, wenn die Immobilie bereits ansprechend eingerichtet ist, grundlegende Mängel bestehen oder der Aufwand in keinem angemessenen Verhältnis zum möglichen Nutzen steht. Oft reichen dann Aufräumen, kleinere Schönheitsreparaturen und gute Immobilienfotos. Bevor Sie Geld in Home Staging investieren, sollten Sie deshalb zunächst den realistischen Marktwert Ihrer Immobilie und die passende Zielgruppe einschätzen. Eine erste kostenlose Immobilienbewertung hilft Ihnen, den möglichen Verkaufspreis besser einzuordnen und die nächsten Schritte sicherer zu planen.
Home Staging ist die professionelle Vorbereitung und Gestaltung einer Immobilie für den Verkauf oder die Vermietung. Durch Möbel, Licht, Farben und Dekoration werden Räume ansprechend präsentiert. Interessenten können sich dadurch die Nutzungsmöglichkeiten besser vorstellen und die Vorzüge der Immobilie leichter erkennen.
Die Kosten für Home Staging hängen von Größe, Zustand und Umfang der Gestaltung ab. Eine Beratung kann je nach Anbieter etwa 100 bis 500 € kosten, ein eintägiges Coaching etwa 500 bis 900 €. Für ein komplettes Home Staging können mehrere Tausend Euro anfallen (oft ca. 1 bis 3 % des angestrebten Verkaufspreises), die tatsächlichen Kosten richten sich jedoch nach dem Leistungsumfang.
Home Staging kann sinnvoll sein, wenn eine Immobilie leer steht, ungünstig eingerichtet ist oder ihre Raumwirkung auf Fotos nicht überzeugt. Es kann die Präsentation verbessern und die Vermarktung unterstützen. Ob sich die Investition rechnet, hängt vom Objekt, dem Markt und den tatsächlichen Kosten ab.
Insbesondere bei leerstehenden Wohnungen, hochwertigen Mietobjekten oder schwer vermittelbaren Grundrissen kann Home Staging helfen, passende Mietinteressenten anzusprechen. Häufig genügt eine reduzierte Einrichtung oder eine gezielte Optimierung der vorhandenen Möbel. Der Aufwand sollte zur erzielbaren Miete und zur Zielgruppe passen.
Virtual Homestaging ist die digitale Einrichtung von Immobilienfotos. Mithilfe von Bildbearbeitung, 3-D-Technik oder KI werden Möbel und Dekoration in leere Räume eingefügt. Die Immobilie bleibt dabei unverändert. Virtuelle Darstellungen sollten als solche gekennzeichnet und durch authentische Fotos ergänzt werden.
