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Immobilienverkauf: Die 10 häufigsten Fragen und Antworten

Immobilienverkauf Aussicht

Sie möchten eine Immobilie oder mehrere Immobilien verkaufen? Im Folgenden erhalten Sie Antworten auf die 10 häufigsten Fragen beim Immobilienverkauf. Was muss ich vor Verkaufsstart klären? Welche Unterlagen benötige ich? Brauche ich einen Energieausweis? Zu welchen Verkaufspreis biete ich meine Immobilie am besten an? Mit diesen und noch vielen weiteren Fragen müssen Sie sich als Verkäufer beschäftigen, wir helfen Ihnen dabei gerne im Folgenden weiter.

Sollten Sie darüber hinaus Beratungsbedarf oder Fragen haben, können Sie einfach unseren Ratgeber mit 25 Tipps zum Immobilienverkauf mit Preisspiegel kostenlos herunterladen oder unser Expertenteam direkt anrufen und sich persönlich beraten lassen.

1. Wann sollte ich meine Immobilie verkaufen?

In der Regel sollte man die eigene Immobilie verkaufen, wenn persönliche Gründe (z.B. Umzug, Erbschaft, Scheidung, etc.) dafür sprechen. Wirtschaftlich gesehen ist ein Verkaufszeitpunkt günstig, wenn sich die Immobilienpreise auf einem „zyklischen Hoch“ befinden.

Tipp von immoverkauf24:

Der konkrete Verkaufsmonat spielt für den richtigen Moment beim Immobilienverkauf eine untergeordnete Rolle, da Kaufinteressenten ganzjährig nach Immobilien Ausschau halten.

2. Welche Fragen sollten vor Immobilienverkauf geklärt werden?

Klären Sie bereits vor Verkaufsstart, ob Sie nach Verkauf Ihrer Immobilie die Anschlussimmobilie mieten oder kaufen möchten. Beachten Sie dabei, dass im Falle einer vorzeitigen Kreditauflösung unter bestimmten Bedingungen eine Vorfälligkeitsentschädigung beim Immobilienverkauf anfallen kann. Starten Sie den Verkauf auch erst, wenn Sie den Wert Ihrer Immobilie kennen und wichtige Verkaufsunterlagen zusammengestellt haben.

Hier ein kurzer Überblick über wichtige Fragen vor Verkaufsstart:

3. Benötige ich einen Energieausweis beim Immobilienverkauf?

EnEV

Ein Energieausweis ist bei einem Hausverkauf, Verpachtung oder Vermietung von Häusern, Wohnungen, Büros oder Betriebsobjekten vorzulegen. Dabei beträgt die Gültigkeitsdauer von Energieausweisen maximal zehn Jahre. Wichtig zu wissen ist beim Immobilienverkauf, dass Käufer zwei Rechte einfordern können.

Sie können die Vorlage eines Energieausweises vor dem Vertragsabschluss und die Übergabe eines Energieausweises innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss verlangen.

4. Welche Besonderheiten sind beim Verkauf meiner Immobilie zu beachten?

Manche Besonderheiten ergeben sich bereits aus der Art zu verkaufenden Immobilie. Möchten Sie ein Reihenhaus verkaufen, sollten Sie z.B. wissen, ob man das Dachgeschoss ausbauen kann, falls ein Kaufinteressent zusätzliche Wohnfläche benötigt.

Am meisten Besonderheiten sind beim Verkauf vermieteter Immobilien zu beachten, z.B. wenn Sie ein Zinshaus verkaufen oder eine Gewerbeeinheit verkaufen möchten, weil Kaufinteressenten eine Immobilie dann zusätzlich unter Ertragsgesichtspunkten und –potentialen bewerten.

Tipp von immoverkauf24:

Jeder Eigentümer sollte die Eigenheiten und Potentiale seiner Immobilie genau kennen (z.B. Wintergarten anbaubar, versteckte Mängel, Ertragspotentiale, etc.), damit der Interessent gefunden werden kann, für den die Immobilie am besten passt.

5. Zu welchem Preis sollte die Immobilie angeboten werden?

In der Regel wird der Angebotspreis etwa 5 bis 8% über dem tatsächlich zu erwartenden Verkaufspreis angesetzt, um einen ausreichenden Verhandlungsspielraum für Preisverhandlungen zu haben. Es gibt aber auch andere Angebotsstrategien wie beispielsweise das Bieterverfahren, bei dem zunächst ein Mindestpreis festgesetzt wird.

Der Angebotspreis sollte nicht zu hoch festgesetzt werden, weil es sonst kaum Nachfrage oder Besichtigungswünsche gibt. Er sollte auch nicht zu niedrig angesetzt werden, weil Käufer in der Regel noch Preiszugeständnisse erwarten und ein zu niedrig festgesetzter Angebotspreis in der Praxis kaum noch erhöht werden kann.

Tipp von immoverkauf24:

Lassen Sie Ihre Immobilie vor Verkaufsstart unbedingt von einem Fachmann bewerten. Nur so kann der „optimale“ Angebotspreis gefunden werden, der den Verkauf zum besten Preis ermöglicht.

6. Sollte ich die Immobilie privat verkaufen oder über einen Makler?

Viele Eigentümer unterschätzen, den Zeit- und Kostenaufwand, der beim Privatverkauf eines Hauses oder einer Wohnung anfällt. Zudem ist nicht jeder Eigentümer in der Lage, das gesamte Aufgaben- und Leistungsspektrum eines Immobilienmaklers zu erbringen, weil er z.B. nicht wie ein Makler

  • das Exposé professionell gestaltet (z.B. Fotos mit Weitwinkel-Kamera, Grafikprogramm für Grundrisse, eigene Zeichnung des Stadtplans, etc.)
  • mehrere Vermarktungswege parallel nutzt (z.B. eigene Datenbank)
  • den Verkauf rechtlich absichert (Haftpflichtversicherung, Klärung von Rechtsfragen)
  • dem Käufer bei der Finanzierung hilft, die Bonität des Käufers prüft, etc.

Vor allem kann ein Immobilienmakler – anders als ein Eigentümer – als Mittler zwischen den Parteien auftreten. Das ist bei Verkaufsverhandlungen ein großer Vorteil. So sind z.B. Kaufinteressenten eher bereit, einem Mittler als einem Eigentümer zu sagen, was an einer Immobilie gefällt und was nicht bzw. unter welchen Bedingungen sie kaufen würden.

Gute Makler können aufgrund Ihrer „Mittlerfunktion“ sehr gute Preise durchsetzen und verdienen eine Maklerprovision nur im Erfolgsfall. Unter dem Strich ist ein guter Makler sein Geld wert und der Privatverkauf nur in Ausnahmefällen zu empfehlen (z.B. bei Verkauf an Freunde).

7. Welche Werbewege sollte man nutzen, um den richtigen Käufer zu finden?

Bei der Vermarktung sollten unterschiedliche Werbewege zum Einsatz kommen, um alle Verkaufspotentiale zu nutzen. In jedem Fall sollten in den 4 oder 5 größten Internetportalen Anzeigen geschaltet werden, in denen Käufer nach Immobilien suchen.

Darüber hinaus ist es ratsam, lokale Vermarktungsmaßnahmen im Umfeld der Immobilie zu ergreifen (Verkaufsgalgen am Haus, Werbeflyer verteilen, Anzeigen in Tageszeitungen, Anzeigenblättern, etc.). Weiterhin steigt die Verkaufschance, wenn die Immobilie Interessenten angeboten wird, die schon vergleichbare Immobilien angeschaut oder sich als Suchende in Maklerdatenbanken registriert haben.

Tipp von immoverkauf24:

Je breiter die Vermarktung, desto höher die Wahrscheinlichkeit, den Käufer mit der höchsten Zahlungsbereitschaft zu finden und zum höchsten Preis zu verkaufen!

8. Wie sollten Besichtigungen und Verkaufsverhandlungen organisiert werden?

Jeder Interessent, der ein Exposé abgefordert hat, sollte telefonisch kontaktiert werden. Für den Fall, dass die Immobilie zum Suchprofil des Anfragers passt, sollte ein individueller Besichtigungstermin organisiert werden.

Die Aufgabe bei den Besichtigungen ist es nicht einfach die Immobilie zu zeigen, sondern mit den Kaufinteressenten ins Gespräch zu kommen und deren Bedürfnisse genauer kennenzulernen. Verabschieden Sie die Interessenten nicht einfach nach der Besichtigung, sondern erzielen eine Übereinkunft über die nächsten Schritte. Die Verkaufsverhandlungen sollten von einem Verkaufsprofi durchgeführt werden, der mit einer klaren „Abschlussorientierung“ verhandelt.

9. Was sollte im Kaufvertrag stehen und was nicht?

Der Kaufvertrag sollte die Interessen beider Parteien widerspiegeln, weil erfahrungsgemäß nur dann beide Seiten den Kaufvertrag unterschreiben. Was ist in dem Vertrag stehen soll und was nicht, hängt vom Einzelfall ab, z.B.:

  • soll die Einbauküche mitverkauft werden?
  • sollen Mängel im Kaufvertrag erwähnt werden?
  • sollen bestimmte Merkmale wie Wohnfläche, Mieteinnahmen, etc. zugesichert werden?

Diese und andere Punkte müssen zwischen Verkäufer und Käufer verhandelt werden. Für den Verkäufer in jedem Fall wichtig: Die Immobilie sollte „wie besehen verkauft“ werden und eine Haftung für Mängel soweit wie möglich ausgeschlossen werden (Achtung bei versteckten Mängeln).

Tipp von immoverkauf24:

Vertrauen Sie nicht darauf, dass der Notar im Zweifel alles regelt. Er kennt weder die Immobilie, noch war er bei den Verkaufsverhandlungen dabei.

10. Fallen nach erfolgreichem Immobilienverkauf Steuern an?

Grundsätzlich unterwirft der Gesetzgeber alle Veräußerungen von privaten Grundstücken der Immobilienertragsteuer. Davon ausgenommen sind im Wesentlichen nur der Hauptwohnsitz und selbst hergestellte Gebäude. Mit Wirkung des Stabilitätsgesetzes wurde per 1. April 2012 die zehnjährige Spekulationsfrist bei Immobilien abgeschafft und durch eine Steuer auf Veräußerungsgewinne und Wertsteigerungen (volgo “Immobiliensteuer, Umwidmungsteuer, Umwidmungsabgabe etc.”) ersetzt. Mehr zum Thema finden Sie unter Immobilienertragssteuer.

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