0800 – 400 483

Kostenlos anrufen & beraten lassen!

Immobilienblase 2022: Wann platzt die Immobilienblase?

Könnte die Immobilienblase 2022 in Österreich platzen? Was genau passiert bei einer Immobilienblase, welche Folgen hat sie und welche Auswirkungen hat die Corona-Krise? Sollten verkaufswillige Eigentümer ihr Haus verkaufen oder besser abwarten? Hier hier die wichtigsten Infos zur Immobilienblase!

1. Was ist eine Immobilienblase?

Eine Immobilienblase ist eine Sonderform der Spekulationsblase, die infolge eines überhitzten Marktes entstehen kann. Dabei steigen die Immobilienpreise unverhältnismäßig schnell und stark im Vergleich zu anderen Wirtschaftsfaktoren. Trotz der hohen Preise kommt es zu einem Kaufrausch auf dem Immobilienmarkt. In Österreich finden besonders Objekte in Wien und anderen städtischen Lagen innerhalb kürzester Zeit Käufer. Die große Nachfrage trifft auf ein begrenztes Angebot, dies befeuert die Preisspirale zusätzlich – und die Blase bläht sich weiter auf.
Immobilienblasen entwickeln sich meist örtlich begrenzt und konzentrieren sich auf bestimmte Städte oder Regionen. Sobald die Überbewertung der Grundstücke ihren Höchststand erreicht hat, wendet sich das Blatt: Jetzt dreht sich die Preisspirale in die andere Richtung und Liegenschaften verlieren schnell und stark an Wert. Die Blase platzt bzw. es findet ein "Immobiliencrash" statt. Ein Risiko ist die Immobilienblase insbesondere deshalb, weil viele Immobilien durch eine Hypothek finanziert werden. Damit kann ein Crash nicht nur Eigentümer, sondern auch Banken empfindlich treffen.

Was ist meine Immobilie wert?

Lassen Sie den Wert Ihrer Immobilie von unseren Experten kostenfrei schätzen.

Wohnfläche
ca.
Baujahr
ca.

2. Wie kommt eine Immobilienblase zustande?

Ursachen für eine Immobilienblase können vielschichtig sein, wie zuletzt die US-Immobilienkrise mit darauf folgender Weltwirtschaftskrise in 2007 zeigte. Folgende Gründe lassen sich für die Entstehung einer Immobilienblase zusammenfassen:

  • Finanzierungskonditionen: Eine Immobilienblase geht häufig mit besonders niedrigen Zinsen einher. Dadurch können sich immer mehr Menschen den Kauf einer Liegenschaft leisten, wodurch sich die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt erhöht. In der Vergangenheit bestand gleichzeitig das Problem, dass Banken sehr freizügig bei der Hypothekarvergabe agierten. So erhielten viele Käufer eine Hypothek für ihre Immobilie, die sie sich spätestens beim Anstieg des Zinsniveaus nicht mehr leisten konnten.
  • Spekulatives Käuferverhalten: Ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung einer Immobilienblase sind Investoren, die am Immobilienboom mitverdienen möchten. Sie kaufen Liegenschaften mit der Absicht, diese innerhalb kurzer Zeit wieder mit Gewinn zu verkaufen. Dadurch beschleunigt sich die ohnehin hohe Nachfrage und die Preise werden weiter in die Höhe getrieben.
  • Fiskalpolitische Maßnahmen: Steuerliche Begünstigungen und andere Eingriffe durch den Staat können dazu führen, dass sich Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt ungünstig zueinander entwickeln.
  • Geringe Bautätigkeit: Gerade in städtischen Regionen ist Bauland knapp. Dadurch kann nicht ausreichend neuer Wohnraum geschaffen werden, um die hohe Nachfrage zu befriedigen. In urbanen Gegenden steht dem begrenzten Angebot häufig eine überdurchschnittliche Anzahl an Kaufinteressenten gegenüber.
  • Bevölkerungswachstum: Steigende Bevölkerungszahlen sind zwar keine eigentliche Ursache, können eine Immobilienblase jedoch zusätzlich befeuern. In Ländern mit hohen Zuwanderungsraten bei gleichzeitig geringer Bautätigkeit übt die Nachfrage starken Druck auf die Immobilienpreise aus.
Immobilienblase

3. Was passiert, wenn die Immobilienblase platzt?

Wenn die Immobilienblase schließlich platzt, bricht der Immobilienmarkt ein und lässt die Preise rasant sinken. Vom Abwärtsstrudel können sowohl Wohneigentum als auch Renditeimmobilien und Gewerbeobjekte betroffen sein. Käufer ziehen sich aufgrund der Unsicherheit auf den Märkten zurück und so ist das Angebot seit Beginn der anschwellenden Blase erstmals größer als die Nachfrage. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko beim Platzen einer Immobilienblase bzw. beim Immobiliencrash ist, dass die Banken vom Crash mitgerissen werden und sich eine Finanzkrise entwickelt.

So sieht es nach dem Platzen der Immobilienblase aus

Mit dem Platzen der Blasen lassen die Folgen nicht lange auf sich warten:

  • Geplatzte Bauprojekte: Investiert die Branche aufgrund der hohen Nachfrage in zahlreiche Neubauten, können Überkapazitäten entstehen. Halbfertige Bauruinen, hoher Leerstand und fallende Preise bei neuen Immobilien sind mögliche Folgen.
  • Überschuldungen: Wer während des Booms in eine Immobilie investiert und dafür eine hohe Hypothek aufgenommen hat, sitzt jetzt auf einem Schuldenberg. Kann sich der Eigentümer die steigenden Zinsen nicht mehr leisten, bleibt nur noch der Immobilienverkauf.

4. Platzt die Immobilienblase in Österreich durch die Corona-Krise?

Der Wohnimmobilienmarkt in Österreich hat sich bisher als besonders krisensicher erwiesen, die Corona-Kriese hat die Preisentwicklung bisher in 2021 und 2022 nicht gedämpft. In vielen Regionen ist die Nachfrage höher als vor der Pandemie und auch in 2022 werden die Preise voraussichtlich weiter steigen, wenn auch moderater.

Bezogen auf das mögliche Platzen einer Immobilienblase bedeutet das, dass im Grunde die gleiche Unsicherheit gilt wie vor der Pandemie – wobei manche Experten nach wie vor grundsätzlich die Existenz einer Immobilienblase in Frage stellen. 

Argumente, die für das Platzen einer Immobilienblase in 2022 sprechen:

  • Preisentwicklung für Wohneigentum: Klar ist, dass die Immobilienpreise in Österreich gerade in den vergangenen 10 Jahren vielerorts stark angestiegen sind. Immer höhere Spitzenpreise für Kaufimmobilien, die weit deutlicher stiegen als die Mietpreise, können darauf hindeuten, dass sich eine Immobilienblase entwickelt.
  • Hohes Kreditvolumen, lockere Vergabestandards: Nach Angaben der Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) erhöhte sich die Zahl der Wohnbaukredite seit Mitte 2020 um 18 Prozent. Rund 40 Prozent der Kredite wurden mit variablen Kreditzinsen abgeschlossen. Bei steigenden Zinsen birgt das die Gefahr einer Überschuldung, eine Vielzahl der Kreditnehmer könnten ihre Kredite nicht mehr bedienen.
  • Schwächelnde Konjuktur: Die Nachfrage nach Immobilien könnte sinken, wenn mehr Menschen und Unternehmen Einkommenseinbußen erleiden und die Konjuktur schwächelt. Neben der Corona-Pandemie sorgt auch der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine für wirtschaftliche Verwerfungen in Österreich und ganz Europa. Bestimmte Rohstoffe und Güter, die vorrangig aus Russland und der Ukraine stammen, sind stark verknappt oder gar nicht zu beziehen. In manchen Industriezweigen können fehlende Produkte ganze Produktionsketten unterbrechen und so für massive Einbußen sorgen. 
  • Inflation und steigende Kreditzinsen: Die Inflationsrate stieg in Österreich im Mai 2022 um ca. 8 Prozent - so deutlich wie seit Jahrzehnten nicht. Die Europäische Zentralbank plant eine Erhöhung der Leitzinsen erst Ende Juli, dennoch stiegen die Zinsen in Österreich für zehnjährige Standardkredite bereits auf mehr als zwei Prozent und verdoppelten sich damit seit Dezember des Vorjahres. Ökonomen erwarten, dass die Hypothekenzinsen für zehnjährige Finanzierungen in den Sommermonaten auf drei Prozent steigen. 
    Die Teuerungsrate und steigende Zinsen sorgen dafür, dass weniger Menschen sich Immobilienkredite leisten können und die Nachfrage sinkt. Mehr Infos zur Zinsentwicklung unter in der News zu Zinserhöhungen und Immobilienpreisen.

Argumente, die gegen das Platzen einer Immobilienblase in 2022 sprechen:

  • Verhältnis von Hauspreisen zu Einkommen: In Österreich ist Wohneigentum im internationalen Vergleich nach wie vor bezahlbar.
  • Immobilien als sichere Investition: Das Betongold erweist sich für viele Menschen angesichts der unsicheren Wirtschaftslage und mangelnden Alternativen als besonders attraktiv. Das spricht für eine weiterhin hoch Nachfrage.
  • Striktere Kreditvergabe-Standards: Die Verschuldung der Haushalte hat 2020 zwar zugenommen und viele Kreditnehmer entschieden sich für Darlehen mit variablen Zinsen. Um dieses Risiko zu reduzieren, plant die Finanzmarktaufsicht für Juli 2022 striktere Standards bei der Vergabe von Wohnbaukrediten (mehr Infos unter Immobilienmarkt 2022).
  • Noch relativ niedrige Hypothekenzinsen: Mit um zwei Prozent sind die Wohnbauzinsen im Sommer 2022 immer noch vergleichweise niedrig, so dass sich keine plötzliche und drastische Veränderung von Angebot und Nachfrage abzeichnet. Die Nachfrage von Immobilienkrediten ist nach wie vor hoch.

Wie sich Corona-Krise und Krieg tatsächlich auf den Immobilienmarkt auswirken, wird sich erst mittelfristig zeigen. Eine Auswirkung ist bereits zu beobachten: Selbstnutzer achten beim Immobilienkauf noch stärker auf die Wohnqualität, ein Resultat aus der Lockdown-Zeit. Und der Krieg wird diese Tendenz verstärken, denn er sorgt für einen Rückzug ins Private. Ruhige, grüne Lagen und bestimmte Merkmale wie Garten, Balkon oder Arbeitszimmer werden höher bewertet. Das heißt, in dieser Hinsicht weniger attraktive Immobilien werden zukünftig schwerer vermittelbar sein als früher. Zudem verlagert sich das Kaufinteresse zunehmen in ländlichere Gebiete, da das stärker akzeptierte Homeoffice ein Wohnen mit größeren Distanzen zum Arbeitsplatz ermöglicht. 

5. Welche Folgen hat eine platzende Immobilienblase für Immobilienverkäufer und Immobilienkäufer?

Für Immobilieneigentümer ist das Platzen einer Immobilienblase grundsätzlich nicht problematisch, wenn das Objekt bereits schuldenfrei ist und ein Immobilienverkauf nicht gewünscht ist.

In folgenden Fällen hat eine platzende Blase negative Konsequenzen für Eigentümer:

  • Die Immobilie muss verkauft werden

Steht beispielsweise ein Wohnungsverkauf oder Hausverkauf nach Scheidung an, realisieren die Verkäufer möglicherweise einen hohen Verlust – insbesondere dann, wenn die Immobilie bereits zu einem hohen Preis gekauft wurde. 

  • Die Anschlussfinanzierung steht an

Läuft die Sollzinsbindung für die Kreditfinanzierung der Immobilie zum Zeitpunkt des Platzens einer Immobilienblase aus, kann dies die Anschlussfinanzierung erheblich beeinträchtigen. Dies wäre dann der Fall, wenn die finanzierende Bank den Immobilienwert deutlich niedriger als bisher ansetzt und bislang erst wenig getilgt wurde. Noch kritischer wird es, wenn gleichzeitig das Zinsniveau gestiegen ist und die monatliche Belastung für den weiter zu finanzierenden Kreditbetrag steigt. Kann der Kreditnehmer diese nicht mehr stemmen, müsste er schlimmstenfalls die Immobilie zu einem ungünstigen Zeitpunkt und möglicherweise mit Verlust verkaufen.

immoverkauf24 Tipp: Tilgungsraten

Damit die Anschlussfinanzierung auch in einem ungünstigen Zinsumfeld reibungslos funktioniert, sollte die Tilgung möglichst höher als ein Prozent gesetzt werden – so ist die Restschuld für die Anschlussfinanzierung geringer und es gibt noch einen Puffer für steigende Zinsen. Hier finden Sie weitere Informationen zur optimalen Finanzierung.

Negative Folgen einer platzenden Immobilienblase für Kaufinteressenten / Immobilienkäufer:

Kaufinteressenten laufen in Phasen mit einem überhitzen Immobilienmarkt mit Anzeichen von Blasenbildung Gefahr, überteuert einzukaufen und bei einem späteren Verkauf keinerlei Wertzuwachs zu realisieren. Sie müssen auch beachten, dass eine Anschlussfinanzierung sich schwierig gestalten kann – insbesondere, wenn die Tilgung gering ist. Wer einen Kauf in Zeiten eines überhitzen Marktes anstrebt, sollte daher gründlich abwägen, ob und wie er die Finanzierung mit einer höheren Tilgungsrate stemmen kann – und ob der Kauf zu einem solchen Zeitpunkt dringend erforderlich ist oder nicht.

Auch sollten Käufer die Finanzierungskonditionen im Blick behalten: Sind die Kreditzinsen günstig und das Preisniveau hoch, kann sich ein Kauf unterm Strich dennoch rechnen. In Zeiten höherer Zinsen und hoher Kaufpreise sollte besonders gründlich abgewogen werden, ob der Kauf auch langfristig solide finanzierbar ist. Letztlich kommt es bei der Entscheidung für oder gegen einen Kauf auch darauf an, was mit der Immobilie geplant ist und wie wichtig Wohneigentum für den Einzelnen ist. Wer ohnehin lebenslang in seinen eigenen vier Wänden wohnen möchte und sich auch höhere Tilgungsraten leisten kann, kann einen Kauf eher in Betracht ziehen als jemand, der einen späteren Hausverkauf plant und die Tilgungsraten eher niedrig halten muss. Die Gefahr, sich zu übernehmen oder zu verspekulieren, ist dann größer.

Immoverkauf24-Info: UBS-Index zur Wahrscheinlichkeit einer Immobilienblase

Die Schweizer Großbank UBS hat im September 2021 ihren jährlichen Global Real Estate Bubble Index vorgelegt. Die Studie analysiert weltweit die Immobilienmärkte in 24 Metropolen. Zentrale Ergebnisse: In 12 Metropolen seien die Immobilienmärkte teils deutlich überbewertet, darunter Zürich, Stockholm und San Francisco. In sieben untersuchten Großstädten bestehe derzeit sogar ein akutes Blasenrisiko, unter anderem in den deutschen Städten Frankfurt und München. Wien ist nicht unter den Risiko-Städten. Zudem wird die Pandemie laut den Autoren der Studie langfristig für einen Preisnachlass bei den Immobilienpreisen sorgen.

Kostenlose Immobilienbewertung

Sie möchten wissen, was Ihre Immobilie aktuell wert ist? Nutzen Sie unsere kostenlose und professionelle Bewertung vor Verkauf, um den Wert Ihrer Immobilie schätzen zu lassen. Nutzen Sie einfach das untenstehende Formular.

Einfach Formular ausfüllen – Wertermittlung kostenfrei und unverbindlich erhalten!

Was möchten Sie bewerten?

Woh­nung
Haus
Grund­stück
Gewer­be

Welchen Haustyp möchten Sie bewerten?

Einfami­lienhaus
Mehrfami­lienhaus
Reihen­haus
Doppelhaus­hälfte

Welches Grundstück möchten Sie bewerten?

Baugrund­stück
Bauerwar­tungsland
Gewerbe­grundstück
Agrarflä­che

Welche Gewerbeimmobilie möchten Sie bewerten?

Büro
Gastge­werbe
Fabrik / Produk­tion
Hotel

Welcher Wohnstatus liegt vor?

Selbst be­wohnt
Frei
Vermie­tet
Teilwei­se vermie­tet

Welcher Nutzungsstatus liegt vor?

Selbst ge­nutzt
Frei
Vermie­tet
Teilwei­se vermie­tet

Ist das Grundstück bebaubar?

Ja
Einge­schränkt
Nein
Unbe­kannt

Wie hoch ist die Nettojahresmiete des Objekts?

< 1000 €
> 30000 €
Oder direkt hier eingeben:
Nettojah­resmiete

Wie groß ist die Wohnfläche?

< 20 m²
> 300 m²
Oder direkt hier eingeben:
Wohnflä­che

Wie groß ist die Grundstücksfläche?

< 100 m²
> 2500 m²
Oder direkt hier eingeben:
Grundstücks­fläche

Wie groß ist die Fläche der Gewerbeimmobilie?

< 30 m²
> 900 m²
Oder direkt hier eingeben:
Gewerbe­fläche

In welcher Region befindet sich das Objekt?

Straße
PLZ
Ort
Karte lädt

Ihre Daten werden verarbeitet.

Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld.

Wer soll die Bewertung erhalten?

JETZT BEWERTUNG ERHALTEN

Ihre Immobilienbewertung

100 % kostenlos

100 % unverbindlich

sichere Datenübertragung

Vielen Dank. Wir haben Ihre Anfrage erhalten!

In wenigen Augenblicken erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link. Nach der Bestätigung setzen wir uns schnellstmöglich mit Ihnen in Verbindung!

Wann wurde die Immobilie gebaut?

< 1900
2020
Oder direkt hier eingeben:
Bau­jahr

In welchem Zustand befindet sich das Objekt?

Renovie­rungs­bedürftig
Ge­pflegt
Neuwer­tig

Gibt es einen Balkon oder eine Terrasse?

Balkon
Terras­se
Balkon & Terras­se
Weder noch

Individuelle Bewertung Ihrer Immobilie

Wertermittlung durch Experten vor Ort

Kostenlos und unverbindlich

Bewerten Sie diese Seite

War dieser Artikel hilfreich?

(271)

Bewertung dieser Seite: 4 von 5 Sternen