Kostenlos anrufen
Ausgezeichneter Service von immoverkauf24 durch ausgezeichnet.org
TÜV-geprüfter Service von immoverkauf24 durch TÜV-Saarland
Zertifizierte Sicherheit von immoverkauf24 durch comodo.com

Immobilienblase: Wann sich der Hausverkauf 2018 lohnt

Könnte die Immobilienblase 2018 in Österreich platzen? Was genau passiert bei einer Immobilienblase und welche Folgen sind zu erwarten? Soll ich mein Haus verkaufen oder doch besser abwarten? Als Hausbesitzer möchten Sie jetzt wissen, was auf Sie zukommt und was zu beachten ist. Informieren Sie sich hier rund um das Thema Immobilienblase!

1. Wann spricht man von einer Immobilienblase?

Immobilienblase

Bei einer Immobilienblase werden Immobilien zu überhöhten Preisen gehandelt, d. h. die Immobilienpreisinflation lässt sich nicht mehr mit Faktoren wie Einkommen und Bevölkerungszahlen erklären. Platzt die Spekulationsblase schließlich, können die Immobilienpreise rapide fallen.

Infolge eines überhitzten Marktes kann es zu einer Immobilienblase kommen. Dabei steigen die Immobilienpreise unverhältnismäßig schnell und stark im Vergleich zu anderen Wirtschaftsfaktoren. Trotz immer höherer und höherer Preise kommt es zu einem Kaufrausch. Auf dem Immobilienmarkt in Österreich finden gerade Objekte in Wien und anderen städtischen Lagen innerhalb kürzester Zeit einen Käufer. Die große Nachfrage trifft auf dem Immobilienmarkt auf ein begrenztes Angebot – und schon bläht sich die Blase weiter auf. Immobilienblasen entwickeln sich meist örtlich begrenzt – konzentrieren sich also auf bestimmte Städte oder Regionen. Sobald die Überbewertung der Grundstücke ihren Höchststand erreicht hat und die Blase platzt, wendet sich das Blatt: Jetzt dreht sich die Preisspirale in die andere Richtung und Liegenschaften verlieren augenblicklich an Wert. Ein Risiko ist die Immobilienblase insbesondere deshalb, weil viele Immobilien durch eine Hypothek finanziert werden. Damit kann ein Crash die Banken empfindlich treffen.

Eine Immobilienblase ist eine Sonderform der Spekulationsblase, wie sich auf den Finanzmärkten seit Jahrhunderten immer wieder entsteht. Solche Blasen entwickeln sich immer dann, wenn Käufer deutlich überhöhte Preise bieten, um den Zuschlag für ein bestimmtes Gut zu erhalten. Ein prominentes Beispiel für dieses irrationale Verhalten bietet die Entwicklung der Preise für Tulpen im 17. Jahrhundert in den Niederlanden.

Das Beispiel im Detail:

Die Pflanzen gelangten erstmals im 16. Jahrhundert aus der Türkei nach Westeuropa und wurden in den folgenden Jahrzehnten zunehmend zu Statussymbolen und die Preise für Tulpenzwiebeln begangen zu steigen. 1623 etwa wurde die Sorte „Kemper Augustus“ für rund 1.000 Gulden gehandelt, was etwa dem sechsfachen Jahreslohn eines Handwerkers entsprach. 1633 kostete eine Zwiebel der Sorte „Semper Aurora“ bereits 5.000 Gulden, bis Anfang 1637 erreichten die Preise ihr höchstes Niveau von rund 10.000 Gulden - dem Gegenwert eines ganzen Hauses in Amsterdam. Im Februar 1637 brach der Markt rapide ein, die Ursachen hierfür sind bis heute nicht vollständig geklärt.

2. Wie kommt eine Immobilienblase zustande?

Ursachen für eine Immobilienblase können vielschichtig sein, wie zuletzt die US-Immobilienkrise mit darauf folgender Weltwirtschaftskrise in 2007 zeigte. Folgende Gründe lassen sich für die Entstehung einer Immobilienblase zusammenfassen:

  • Finanzierungskonditionen: Eine Immobilienblase geht häufig mit besonders niedrigen Zinsen einher. Dadurch können sich immer mehr Menschen den Kauf einer Liegenschaft leisten, wodurch sich die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt erhöht. In der Vergangenheit bestand gleichzeitig das Problem, dass Banken sehr freizügig bei der Hypothekarvergabe agierten. So erhielten viele Käufer eine Hypothek für ihre Immobilie, die sie sich spätestens beim Anstieg des Zinsniveaus nicht mehr leisten konnten.
  • Spekulatives Käuferverhalten: Ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung einer Immobilienblase sind Investoren, die am Immobilienboom mitverdienen möchten. Sie kaufen Liegenschaften mit der Absicht, diese innerhalb kurzer Zeit wieder mit Gewinn zu verkaufen. Dadurch beschleunigt sich die ohnehin hohe Nachfrage und die Preise werden weiter in die Höhe getrieben.
  • Fiskalpolitische Maßnahmen: Steuerliche Begünstigungen und andere Eingriffe durch den Staat können dazu führen, dass sich Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt ungünstig zueinander entwickeln.
  • Geringe Bautätigkeit: Gerade in städtischen Regionen ist Bauland knapp. Dadurch kann nicht ausreichend neuer Wohnraum geschaffen werden, um die hohe Nachfrage zu befriedigen. In urbanen Gegenden steht dem begrenzten Angebot häufig eine überdurchschnittliche Anzahl an Kaufinteressenten gegenüber.
  • Bevölkerungswachstum: Steigende Bevölkerungszahlen sind zwar keine eigentliche Ursache, können eine Immobilienblase jedoch zusätzlich befeuern. In Ländern mit hohen Zuwanderungsraten bei gleichzeitig geringer Bautätigkeit übt die Nachfrage starken Druck auf die Immobilienpreise aus.

3. Was passiert, wenn die Immobilienblase platzt?

Risiko Platzen Immobilienblase

Wenn die Immobilienblase schließlich platzt, bricht der Immobilienmarkt ein und lässt die Preise rasant sinken. Vom Abwärtsstrudel können sowohl Wohneigentum als auch Renditeimmobilien und Gewerbeobjekte betroffen sein. Käufer ziehen sich aufgrund der Unsicherheit auf den Märkten zurück und so ist das Angebot seit Beginn der anschwellenden Blase erstmals größer als die Nachfrage. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko beim Platzen einer Immobilienblase ist außerdem, dass die Banken vom Crash mitgerissen werden und sich eine Finanzkrise entwickelt.

So sieht es nach dem Platzen der Immobilienblase aus

Mit dem Platzen der Blasen lassen die Folgen nicht lange auf sich warten:

  • Geplatzte Bauprojekte: Investiert die Branche aufgrund der hohen Nachfrage in zahlreiche Neubauten, können Überkapazitäten entstehen. Halbfertige Bauruinen, hoher Leerstand und fallende Preise bei neuen Immobilien sind mögliche Folgen.
  • Überschuldungen: Wer während des Booms in eine Immobilie investiert und dafür eine hohe Hypothek aufgenommen hat, sitzt jetzt auf einem Schuldenberg. Kann sich der Eigentümer die steigenden Zinsen nicht mehr leisten, bleibt nur noch der Immobilienverkauf.

4. Wie lässt sich das Platzen der Immobilienblase verhindern?

In Österreich und in vielen anderen Ländern hat die globale Banken- und Finanzkrise bereits einige Veränderungen mit sich gebracht. Eindämmen lässt sich die Gefahr einer Immobilienblase unter anderem durch die folgenden Maßnahmen:

  • Striktere Vergabekriterien bei der Bewilligung von Hypotheken können dazu beitragen, dass sich die Anzahl von «faulen» Krediten senken lässt. Kreditinstitute müssen verstärkt prüfen, ob ein Kaufinteressent sich die Finanzierungen für die Wunschimmobilie tatsächlich leisten kann.
  • Für Hypotheken sollten Obergrenzen gelten, die den Wert der Immobilie berücksichtigen. Auch ist es sinnvoll, Mindestgrenzen für Eigenmittel festzulegen. Darüber hinaus sollte die Laufzeit für die Rückzahlung eingeschränkt werden.
  • Ein schrittweises Anheben des Zinsniveaus kann bewirken, dass weniger Hypotheken aufgenommen werden und damit die Nachfrage langsam sinkt.

5. Wie ist die Gefahr einer platzenden Immobilienblase in Österreich einzuschätzen?

Argumente, die für das Platzen einer Immobilienblase in 2018 sprechen:

  • Preisentwicklung für Wohneigentum: Klar ist, dass die Immobilienpreise in Österreich gerade in den vergangenen 10 Jahren vielerorts stark angestiegen sind. Ein Ende des Booms ist bislang nicht in Sicht. Immer höhere Spitzenpreise für Immobilien können darauf hindeuten, dass sich eine Immobilienblase ankündigt.

Argumente, die gegen das Platzen einer Immobilienblase in 2018 sprechen:

  • Verhältnis von Hauspreisen zu Einkommen: In Österreich ist Wohneigentum im internationalen Vergleich nach wie vor bezahlbar.
  • Hypothekenvolumen: Die Verschuldung der Haushalte hat insgesamt abgenommen, gleichzeitig stieg in Österreich die Wirtschaftsleistung.

6. Warum sind die Aussagen darüber, ob eine Immobilienblase droht, so unterschiedlich?

Während einige Marktbeobachter bereits vor einer neuen Immobilienkrise warnen, halten andere es für Panikmache. Historische Immobilienblasen haben bereits gezeigt, dass sich Preiskrisen auf dem Immobilienmarkt nicht immer voraussehen lassen. Unterschiedliche Aussagen zum derzeitigen Risikopotenzial können außerdem folgende Gründe haben:

  • Begrifflichkeit: Von einer Immobilienblase ist häufig schon die Rede, wenn sich Hauspreise merklich verteuern. Ein Preisanstieg muss jedoch noch lange nicht auf eine tatsächliche Blase hindeuten. Diese liegt erst vor, wenn die Verkaufspreise den tatsächlichen Wert der Immobilien nicht mehr realistisch wiedergeben und gleichzeitig die Mietpreise kaum nachziehen.
  • Kennzahlen: Experten sind sich uneinig darüber, welche Kennzahlen auf eine Immobilienblase hindeuten. Neben den eigentlichen Transaktionspreisen ist eine Reihe weiterer Faktoren zu berücksichtigen, wie beispielsweise das BIP des Landes, die Zuwanderungsrate und die Entwicklung der Einkommen.

7. Wie wirkt sich eine Immobilienblase bzw. das Platzen der Blase auf Immobilieneigentümer aus?

Wenn die Immobilienblase platzt, kann dies für Eigentümer in bestimmten Situationen negative Auswirkungen haben. Hier zwei Beispiele aus der Praxis, mit der sich die Folgen veranschaulichen lassen:

  • Praxisfall Hausverkauf: Mit dem Platzen einer Immobilienblase rauschen die Grundstückspreise in den Keller. Jetzt verkaufen nur noch Eigentümer, die keine andere Wahl haben. Müssen Sie das Haus etwa aufgrund einer Scheidung veräußern (siehe Scheidung: Haus verkaufen?), kann der Verlust gleich doppelt schmerzlich sein. Auf einem angespannten Markt nach dem Crash erzielen Sie sehr wahrscheinlich einen schlechteren Preis.
  • Praxisfall Finanzierung: Endet Ihre Festhypothek in wenigen Monaten, sollten Sie sich rechtzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmern. Nach dem Platzen der Immobilienblase fällt der Verkehrswert Ihrer Liegenschaft deutlich niedriger als zuvor aus. Übersteigt die Restschuld den gesunkenen Marktwert der Immobilie bzw. liegt nur knapp darunter, wird es schwierig mit einer neuen Hypothek.

Tipp von immoverkauf24:

Finden Sie heraus, welchen Marktwert Ihre Immobilie aktuell hat. Die kostenlose Immobilienbewertung liefert Ihnen schnell eine Antwort darauf.

8. Wie wirkt sich eine Immobilienblase auf Immobilienverkäufer & laufende Finanzierungen aus?

Steigende Hypothekarzinsen Immobilienblase

Wurde eine Liegenschaft zu einem hohen Kaufpreis während des Booms erworben, lässt sich das Objekt nach dem Crash oftmals nur noch mit Verlust verkaufen. Ein weiteres Problem nach dem Platzen einer Immobilienblase sind steigende Hypothekarzinsen. Damit kann die Hypothek zur Kostenfalle werden und der Immobilienverkauf wird letztlich unausweichlich.

Inwiefern eine Immobilienblase sich auf Immobilienverkäufer auswirkt, hängt davon ab, wann Sie in den Markt eingestiegen sind und wie es um die Qualität Ihrer Immobilie bestellt ist. Haben sie vor dem Platzen der Blase - also je nach Objekt mehr oder weniger überteuert - gekauft, laufen sie Gefahr, bei einem kurzfristig erforderlichen Hausverkauf oder Wohnungsverkauf einen Erlös zu realisieren, der niedriger ist als die noch offene Darlehenssumme. Dabei steigt die Gefahr, nicht den mindestens erforderlichen Verkaufspreis zu erzielen, umso mehr, je überteuerter der Kaufpreis war und je geringer die Tilgung ausfällt.

Tipp von immoverkauf24:

Ein Immobilienmakler kennt sich damit aus, Immobilien auch in einer angespannten Marktsituation zu verkaufen.

9. Wie wirkt sich eine (drohende) Immobilienblase auf Kaufinteressenten aus?

Ein Immobilienmarkt mit steigenden Preisen weckt grundsätzlich immer das Interesse der Anleger und Spekulanten – immerhin bietet die Marktsituation gute Aussichten auf einen satten Profit. Droht die Blase allerdings zu platzen, kommt es zu einem Stopp an den Märkten: Käufer ziehen sich zurück und die Nachfrage sinkt. Gleichzeitig steigt das Angebot, da viele Verkäufer schnell noch Gewinne vor dem Crash erzielen möchten.

Kaufinteressenten sollten sich bei einer drohenden Immobilienblase daher folgende Fragen stellen:

  • Entspricht der Kaufpreis der Immobilie tatsächlich dem realistischen Marktpreis?
  • Mit welchem Verlust muss ich rechnen, wenn ich die Wunschimmobilie jetzt zum Spitzenpreis kaufe und der Markt womöglich bald einbricht?
  • Kann ich mir die Finanzierung langfristig leisten, selbst wenn die Hypothekarzinsen in Zukunft steigen?
  • Wie lange möchte ich die Immobilie voraussichtlich behalten? Bei einem langen Anlagehorizont sind Preiseinbrüche weniger von Bedeutung, als wenn die Immobilie in einigen Jahren wieder verkauft werden soll.

10. Wie können Immobilieneigentümer die Entwicklungen zur Immobilienblase verfolgen?

Für Eigentümer gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich über die Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt auf dem Laufenden zu halten:

  • Unsere Immobilienpreisspiegel von immoverkauf24 oder andere Immobilienportale geben Ihnen eine gute Übersicht zu den aktuellen Preisen.
  • Anhand der Entwicklung des Immobilienpreisindexes können Sie nachvollziehen, welches Risiko aktuell besteht.
  • Immobilienmakler verfolgen das Marktgeschehen und können Ihnen Ihre Fragen zur Preisentwicklung beantworten.

11. Welche Empfehlungen gibt der Experte im Hinblick auf das Immobilienblasen-Risiko?

Planen Sie den Verkauf Ihrer Immobilie, kann dafür jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sein. Noch sind die Zinsen niedrig und die Immobilienpreise ganz oben. Damit bestehen für Verkäufer optimale Voraussetzungen. Wer auf weiterhin steigende Preise in seiner Region spekuliert, kann sich möglicherweise täuschen. Von Vorteil ist es daher, die Preisentwicklung genau zu beobachten.

Tipp von immoverkauf24:

Sie möchten Ihr Haus, das Grundstück oder die Wohnung verkaufen? Ein Makler berät Sie zur passenden Verkaufsstrategie.

12. Welche Immobilienblasen endeten in einem Crash?

Eine der wohl bekanntesten Immobilienblasen der vergangenen Jahre ist die Krise in 2007, die zunächst Wohnimmobilien in den USA betraf. Daraus entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine globale Weltwirtschaftskrise. Weitere Immobilienkrisen gab es in

  • Italien in der Mitte des 14. Jahrhunderts und erneut in 1887
  • Florida in den USA im Jahr 1926, betroffen waren hier Grundstücke
  • Japan in 1990 mit dem Zusammenbruch des Marktes für Büroimmobilien
  • Schweiz zu Beginn der 1990er-Jahre, als es zu einem heftigen Preiseinbruch auf dem Immobilienmarkt kam
  • Spanien in 1985 und anschließend wieder in 2002 bis 2007
  • Deutschland in der Zeit zwischen 1999 bis 2002, als Büroimmobilien und Mehrfamilienhäuser in den neuen Bundesländern stark an Wert verloren.

Einfach Formular ausfüllen – Wertermittlung kostenfrei und unverbindlich erhalten!

Angaben zur Immobilie

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Hier teilen:

Bewertung
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Bewertung dieser Seite: 4 von 5 Punkten (1 Bewertungen)

Finden Sie diese Seite hilfreich? Geben auch Sie mit einem Klick auf die Sterne Ihre Bewertung ab.
(1 Stern: Wenig hilfreich, 5 Sterne: Sehr hilfreich)