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Hauspreise in Österreich 2022

Sie möchten wissen, wo welche Hauspreise in Österreich gezahlt werden? Hier finden Sie die Hauspreise pro Bundesland in Österreich und erfahren, wo die Hauspreise niedrig und wo sie hoch sind. Der aktuelle Immobilienpreisspiegel informiert Sie über die aktuellen Hauspreise pro Quadratmeter in Ihrem Bezirk.

1. Was kostet ein Haus aktuell in Österreich?

Eine seit der Pandemie stark gestiegene Nachfrage nach „Betongold“ und niedrige Finanzierungskosten haben die Hauspreise nach oben schnellen lassen.

  • Rund 2.179 Euro pro Quadratmeter kostete ein Einfamilienhaus in Österreich jüngst im Schnitt.
  • Für ein Reihenhaus zahlten Käufer rund 2.093 Euro pro Quadratmeter.

(Quelle: tatsächliche Verkaufspreise der Wirtschaftskammer Österreich - WKO)

Aktuelle Hauspreise pro Bezirk in Ihrem Bundesland

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Preisspiegel AT

Im europaweiten Vergleich liegt der Immobilienpreis für Häuser in Österreich unter den Spitzenreitern. Bundesweit sind die Hauspreise im Jahr 2021 gestiegen und haben damit vielen Verkäufern gute Gewinne beschert. Immobilienkäufer hingegen haben es vor allem in Ballungsräumen zunehmend schwer, die hohen Summen für Einfamilienhäuser aufzubringen. Diese Preisentwicklung wird voraussichtlich auch in 2022 und 2023 anhalten, da die Nachfrage trotz weitrem Lockdown hoch bleiben wird und dies die Hauspreise weiter treibt. 
Übrigens: Die tatsächlichen Verkaufspreise liegen in der Regel niedriger als die Angebotspreise in den Immobilienportalen, da Letztere den gewünschten Preis der Eigentümer darstelllen.  

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2. Hauspreise Österreich: Wo sind sie hoch und wo niedrig?

Neue Preisspitzen in begehrten Lagen wie Wien und Innsbruck und ein moderates Preisniveau auf dem Land: Die Preisunterschiede zwischen städtischen und ländlichen Lagen sind in Österreich noch immer deutlich. Jedoch hat die Nachfrage sich stärker ins Umland von Ballungszentren verlagert. Seit der Corona-Krise hat sich Homeoffice zunehmend etabliert und ermöglicht größere Distanzen zwischen Wohnort und Arbeitsstädte.

Besonders hohe Preise erzielen Verkäufer für ihre Immobilien in Vorarlberg, Wien und Salzburg.

  • In Vorarlberg liegen die Häuserpreise im Bundesvergleich am höchsten: Im Schnitt 3.197 Euro pro Quadratmeter kostet ein Einfamilienhaus. Der Quadratmeterpreise eines Reihenhauses liegt bei 2.689 Euro.
  • In Wien kosten Einfamilienhäuser im Mittel 2.938 Euro pro Quadratmeter, Reihenhäuser rund 2.613 Euro.
  • Salzburger Einfamilienhäuser kosten Käufer durchschnittlich 2.898 Euro, für Reihenhäuser fällt ein Quadratmeterpreis von rund 2.731 Euro an.

Vergleichsweise niedrig liegen die Hauspreise in der Steiermark, Kärnten und Niederösterreich.

  • In der Steiermark liegen die Hauspreise am niedrigsten: Ein Einfamilienhaus kostet hier 1.464 Euro pro Quadratmeter. Ein Reihenhaus hat einen Quadratmeterpreis von 1.380 Euro.
  • Kärnten hat die zweitniedrigsten Haus-Preise: Käufer zahlen hier für Einfamilienhäuser 1.550 Euro, für Reihenhäuser 1.520 Euro pro Quadratmeter.
  • In Niederösterreich kostet ein Einfamilienhaus im Schnitt 1.658 Euro, der Quadratmeterpreis von Reihenhäusern liegt bei 1.527 Euro.

3. Welche Faktoren beeinflussen den Haus-Quadratmeterpreis?

Lage, Ausstattung und Zustand – diese und viele weitere Faktoren entscheiden bei der Hausbewertung, wie hoch der Verkehrswert der Immobilie ausfällt. Die folgende Auflistung verschafft Ihnen einen Überblick darüber, auf welche Kriterien es bei der Bewertung ankommt:

Hauspreise Österreich
  • Lage sowie Umgebung – Wie begehrt ist die Lage der Immobilie? Faktoren für eine gute Lage sind etwa eine gute Infrastruktur, eine ruhige Umgebung und Grünflächen in der Nachbarschaft.
  • Infrastruktur – Gibt es eine gute Anbindung an das Verkehrsnetz?
  • Energieeffizienz – Wie hoch ist der Energieverbrauch der Immobilie?
  • Ausstattungsmerkmale – Ist die Ausstattung eher einfach oder gehoben?
  • Zustand – Besteht Renovierungsbedarf?
  • Alter – Welches Baujahr hat das Objekt?
  • Art der Baukonstruktion – Wie ist die Bauqualität einzuschätzen?
  • Größe des Objekts – Bietet das Haus ausreichend Raum?
  • Zuschnitt – Wie sieht der Grundriss aus?
  • Nutzbarkeit – Lässt sich das Objekt bei Bedarf vielseitig nutzen?

Jeder dieser einzelnen Faktoren kann die Hauspreise pro Quadratmeter sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Immobilienmakler sehen eine gefragte Lage als besonders verkaufsfördernd, wohingegen ein hoher Modernisierungsbedarf vermarktungshemmend wirken kann. Nicht zuletzt spielt auch die Nachfrage beim Immobilienverkauf eine wesentliche Rolle. So erzielen Liebhaberobjekte wie etwa die Villa am See und Luxusimmobilien häufig Verkaufspreise weit über dem Marktniveau.

4. Wie haben sich die Haus-Preise in Österreich entwickelt?

In Österreich gesamt haben sich sowohl Einfamilienhäuser als auch Reihenhäuser im letzten Jahr um vier Prozent verteuert. Welchen Gewinn Eigentümer beim Hausverkauf verbuchen können, unterscheidet sich jedoch von Region zu Region erheblich.

Auffällige Preisentwicklungen des letzten Jahres:

  • Innerhalb des letzten Jahres fielen die Preissteigerungen von Häusern in Tirol und Vorarlberg am deutlichsten aus: Tiroler Einfamilienhäuser wurden um fünf Prozent teurer, Reihenhäuser sogar um sechs Prozent. In Vorarlberg verteuerten sich Reihenhäuser um fünf Prozent.
  • Geringer als im Mittel fielen die Preissteigerungen von Reihenhäusern in der Steiermark aus: Deren Immobilienpreise stiegen um zwei Prozent. Erstaunlicherweise wuchsen auch die Wiener Reihenhaus-Preise nur um zwei Prozent. Hier ist der Spielraum dessen, was Privatkäufer sich leisten können, möglicherweise langsam ausgereizt.

Die Preisentwicklung von Häusern der letzten fünf Jahre:

  • Am deutlichsten stiegen die Hauspreise in Vorarlberg, nämlich um rund 29 Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre. Auch in Tirol wuchsen die Hauspreise deutlich: Einfamilienhäuser verteuerten sich um 22 Prozent, Reihenhäuser sogar um 24 Prozent seit 2016.
  • Vergleichsweise gering fiel die Teuerung von Einfamilienhäusern in Salzburg aus: +14 Prozent seit 2016. Gleichermaßen stiegen die Preise für Reihenhäuser in Niederösterreich.
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5. Welche Rolle spielt das Zinsniveau bei der Entwicklung der Hauspreise?

Sind die Kreditzinsen niedrig, ist der Hauskauf günstiger – so lautet die einfache Formel. 2019 hatten die Zinsen in Österreich einen historischen Tiefstand erreicht, 2021 sind sie erstmals wieder leicht gestiegen. Jedoch liegen sie bei Immobilienkrediten immer noch niedrig bei um einen Prozent. Dadurch besteht für Kaufinteressen immer noch die Möglichkeit, eine Immobilie zu besonders attraktiven Kreditkonditionen zu erwerben. Die Zinssituation lässt die Nachfrage steigen und diese Entwicklung lässt die Verkaufspreise in vielen Regionen ansteigen.

6. Prognose: Wie werden sich die Hauspreise entwickeln?

Auch wenn der weitere Lockdown Ende 2021 die Kaufkraft von vielen Privathaushalten und Unternehmen vermindert, gehen Immobilienexperten für 2022 / 2023 weiterhin von einem Preistrend nach oben aus. Denn die Pandemie hat bisher für eine erhöhte Nachfrage nach Wohneigentum gesorgt (siehe auch: Immobilienpreise - Entwicklung der Nachfrage). Denn sowohl Privatkäufer als auch Anleger setzen gerade in Krisenzeiten auf die Sicherheit, die Immobilien verheißen und kaufen weiter. Anleger investieren verstärkt in Mehrfamilienhäuser, denn Wohnimmobilien sind im Gegensatz zu Gewerbeimmobilien während der Krise nicht von Leerstand betroffen. Privatkäufer wollen mehr denn je ihren Traum von Eigenheim verwirklichen, da das eigene Heim während der Pandemie für viele Menschen an Bedeutung gewonnen hat. Zudem ermöglicht der Trend zum Homeoffice es vielen Menschen, ein Einfamilienhaus in ländlicher Umgebung zu erwerben. 

Auch 2022 bleiben die Kreditzinsen trotz leichter Anstiege wahrscheinlich auf niedrigem Niveau. Denn trotz Impfstoff wird die Rezession noch einige Zeit anhalten und den Notenbanken ist daran gelegen, mit niedrigen Leitzinsen Unternehmen und Staaten die Kreditaufnahme zu erleichtern und die Gesamtwirtschaft so zu stabilisieren. 

Der Preisanstieg wird sich 2022 und 2023 jedoch voraussichtlich etwas abschwächen, denn die Pandemie sorgt für Einbußen in vielen Haushalten und Unternehmen. Zudem könnten die ab Juli 2022 von der Finanzmarktaufsicht (FMA) geplanten strikteren Standards bei der Kreditvergabe die Nachfrage besonders für Einfamilienhäuser abschwächen. Denn wer künftig Häuser in Österreich mit Hilfe einer Finanzierung kaufen möchte, muss

  • mindestens 20 Prozent des Kaufpreises (inklusive Nebenkosten) durch Eigenkapital aufbringen können,
  • die Kreditrate darf höchstens 40 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens ausmachen
  • und die Laufzeit der Finanzierung darf max. 35 Jahre betragen.

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In Zeiten steigender Hauspreise kann sich der Immobilienverkauf lohnen. Lassen Sie sich jetzt kostenlos und unverbindlich einen Makler empfehlen – mit der Maklerempfehlung finden Sie einen Immobilienprofi in Ihrer Region!

7. Immobilienpreisspiegel 2021 mit Hauspreisen für Ihre Region – Download PDF

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