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Immobilienpreise & Immobilienmarkt Österreich 2023 - eine Prognose

Immobilienpreise 27.12.2022 Charlotte Salow
Immobilienpreise Österreich 2023

Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt und welche Faktoren bestimmen die Immobilienpreise 2023 in Österreich? Hier der Überblick, welche Markt- und Preisentwicklung Experten 2023 erwarten.

2022 stiegen die Immobilienpreise – noch!

Im 1. Halbjahr 2022 legten die Immobilienpreise in Österreich noch deutlich zu: Um +13,5 % verteuerten sie sich Wohnungen und Häuser laut Statistik Austria im Vergleich zur Vorjahresperiode (1. Halbjahr 2021). Allerdings stieg die Preiskurve bereits weniger steil an als in den Monaten zuvor. In der 2. Jahreshälfte 2022 zeigte sich, dass die Angebotspreise teilweise zurückgehen. Der Wohnimmobilienpreisindex der Österreichischen Nationalbank OeNB weist für das 3. Quartal 2022 stagnierende durchschnittliche Kaufpreise von Immobilien in gesamt Österreich als auch Wien aus.

Angebotspreise spiegeln die sinkende Nachfrage bereits wider

Aber, die Marktlage ist komplex: Der Häuserpreisindex von Statistik Austria, der die tatsächlichen Verkaufspreise von Immobilien ausweist, zeigt für das 3. Quartal weiterhin steigende Preise. Der Unterschied in den Preisverläufen von tatsächlichen Verkaufspreisen und Angebotspreisen ist darin zu suchen, dass Letztere die Trends kurzfristig widerspiegeln. In den letzten Monaten war das eine zurückgehende Nachfrage. Die Verkaufspreise hingegen sind Ergebnis von Transaktionen, die in der Regel vor sechs Monaten und mehr ihren Anfang genommen haben und die aktuelle Marktentwicklung noch nicht widerspiegeln.

Wirtschaftliche Gesamtlage drückt die Immobilienpreise

Tatsache ist: Die Nachfrage nach Immobilien geht in Österreich zurück - das berichten Immobilienportale und Immobilienmakler einhellig. Die Gründe dafür sind in den gestiegenen Bauzinsen, der Inflation und der erschwerten Kreditaufnahme zu suchen. Die Zinsen für Immobilienkredite haben sich seit Anfang 2022 verdoppelt. Kaufwillige können die immer noch hohen Immobilienpreise nicht mehr ohne weiteres durch niedrige Zinszahlungen ausgleichen. Einsparungen an anderer Stelle sind wegen der stark erhöhten Lebenshaltungskosten vielen Österreichern nicht möglich. Und die seit August 2022 geltenden Auflagen für die Immobilienfinanzierung machen es zusätzlich schwer, überhaupt einen Immobilienkredit zu erhalten.

Wohnbauzinsen steigen 2023 voraussichtlich weiter

Am 21. Dezember 2022 hatte die Europäische Zenbtralbank (EZB) die Leitzinsen erneut um 0,5 Prozentpunke auf 2,5 Prozent erhöht. Da die EZB mittelfristig einen Inflationswert von 2 % erreichen möchte (November 2022 in Österreich: 10,6 %), ist mit weiteren Zinserhöhungen zu rechnen. Und das heißt auch, Immobilienkredite werden sich weiter verteuern. Zuletzt konnten Kreditnehmer mit entsprechender Bonität fix verzinste Immobilienkredite ab rund 2,5 % erhalten (Zinsbindung 10 Jahre). Das bedeutet im Vorjahresvergleich eine Erhöhung um 125 Basispunkte. Viele Experten rechnen mit einer Erhöhung auf 4 % im Laufe des Jahres 2023, einige Banken in Österreich haben diesen Wert bereits erreicht.

Faktoren für Preisrückgänge bei Immobilien: Lage und Energieeffizienz

Die Prognose vieler Experten für die Immobilienpreisentwicklung 2023 in Österreich lautet daher:

  • Die Immobilienpreise in mittleren und einfachen Lagen könnten in einigen Regionen stagnieren oder sogar leicht fallen. Denn das Käuferklientel solcher Immobilien ist in der Regel weniger finanzkräftig und daher stark von Inflation, Zinsanstieg und Kreditauflagen betroffen – eine Immobilienfinanzierung bleibt ihnen häufig verwehrt. Betroffen sein könnten u.a. Immobilien in weniger nachgefragten, ländlicheren Gebieten, z.B. in Kärnten und der Steiermark.
  • Die Quadratmeterpreise in guten und sehr guten Lagen in Österreich werden voraussichtlich weiter steigen, jedoch weniger deutlich. Vielfach handelt es sich dabei um Immobilien in den Speckgürteln von städtischen Zentren wie Wien, aber auch etwa in Ferienregionen wie Kitzbühel. Die Vermarktungszeiten verlängern sich jedoch auch bei solchen Immobilien. Die potenzielle Käufergruppe ist durch die Wirtschaftslage zwar weniger betroffen, schrumpft jedoch ebenfalls.
  • Zurückgehen wird die Nachfrage voraussichtlich auch für Baugrundstücke (außer in Innenstadtlagen), da diese zurzeit wegen der stark gestiegenen Bau- und Handwerkerkosten vielfach nicht bebaut werden können. Sowohl Privatkäufer als auch für Investoren sehen daher häufig von Käufen ab, was die Grundstückspreise vielerorts stagnieren lässt.
  • Von Preisrückgängen betroffen sind zudem in der Tendenz unsanierte Bestandsimmobilien, die wenig energieeffizient sind. Der Energieverbrauch von Immobilien spielt eine immer größere Rolle für Käufer, denn Objekte mit einer schlechten Energiebilanz bedeuten hohe Nebenkosten und fallen daher stark in der Käufergunst.
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