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Hauptmieten in Österreich steigen erneut

Trends 29.03.2019 Kim Hanke
Hauptmieten in Österreich

Privathaushalte wenden einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens fürs Wohnen auf. Durchschnittlich 524,20 Euro zahlte ein Mieter in Österreich Ende 2018 für eine Wohnung. Das sind 14,60 Euro oder 2,6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Betriebskosten beliefen sich im vierten Quartal 2018 auf rund 134,10 Euro bzw. 2,10 Euro pro Quadratmeter.

Damit sind die Kaltmieten inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer (ohne Heizungs- bzw. Warmwasserkosten und Autoabstellplatz) innerhalb von fünf Jahren um satte 17,9 Prozent auf 7,90 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Ende 2013 kostete eine Mietwohnung im österreichweiten Schnitt noch 456,30 Euro, also knapp 70 Euro weniger. Ende 2017 betrugen die Kosten für eine Hauptmietwohnung monatlich 509,60 Euro oder 7,70 Euro pro Quadratmeter. Im dritten Quartal 2018 lagen die Kosten bereits bei durchschnittlich 518,70 Euro – 5,50 Euro weniger als Ende des Jahres.

Diese Daten gehen aus einer Erhebung der Mikrozensus-Wohnerhebung hervor, bei der die Statistik Austria in jedem Quartal rund 20’000 Haushalte, davon mehr als 7’000 Hauptmiethaushalte, stichprobenartig sowohl telefonisch als auch persönlich befragt. Die Haushalte der Stichprobe werden dabei nicht jedes Vierteljahr komplett ausgetauscht, sondern jeder Haushalt bleibt für insgesamt fünf Quartale in der Stichprobe. Sprich: Bei jeder Befragungsrunde scheidet ein Teil der Haushalte aus (jene, die bereits fünf Mal befragt wurden) und rund 4’500 „neue“ Haushalte kommen in die Stichprobe.

Die Befragung zeigt auch, dass die Betriebskosten 2018 nicht oder kaum merklich zulegten. Im Fünfjahresvergleich stiegen die Mietkosten allerdings um 6,3 Prozent von 125,70 Euro Ende 2013 auf 133,40 Euro Ende 2018. Die durchschnittlichen Mietkosten beziehen sich auf die insgesamt 1,64 Millionen Hauptwohnungen hierzulande.

Nettomiete nur mäßig gestiegen

Während die Miete inklusive Betriebskosten (also inklusive aller im Rahmen der Hausbetriebskosten auf den Mieter umgelegten Ausgaben im Bereich des Mietrechtsgesetzes inklusive Kosten für Verwaltung, Müllabfuhr und öffentliche Ausgaben) innerhalb von einem Jahr um durchschnittlich 14,6 Euro gestiegen ist, hat die Nettomiete in diesem Zeitraum um 13,80 Euro zugelegt: Kostete eine Mietwohnung Ende 2018 exklusive Betriebskosten (aber inklusive Umsatzsteuer) 390,70 Euro beziehungsweise 5,90 Euro pro Quadratmeter, beliefen sich die Kosten ein Jahr zuvor auf 376,90 Euro oder 5,70 Euro pro Quadratmeter. Mit anderen Worten: Die Betriebskosten sind kaum gestiegen.

Die Nettomiete, die Miete ohne Betriebskosten also, beinhaltet alle Kosten, die der Mieter regelmäßig an die Hausverwaltung beziehungsweise an den Vermieter zahlt, abzüglich der darin enthaltenen Betriebskosten, abzüglich eventueller Zahlungen für Heizung und Warmwasser sowie abzüglich möglicher Kosten für Garagen-oder Autoabstellplätze. 

Rasante Entwicklung seit 2005

Kostete eine Mietwohnung 2005 im Schnitt noch 351,70 Euro inklusive Betriebskosten beziehungsweise 250,90 Euro netto, so stieg die Miete in den Jahren darauf kontinuierlich. Am geringsten war der Preisanstieg im Jahr 2006 mit 7,60 Euro, am größten in den Jahren 2009 mit 14,90 Euro, 2011 mit 14,40 Euro, 2012 mit 15,90 Euro und 2014 mit 16 Euro. 2017 gab’s den größten Sprung: Die Mietkosten schossen innerhalb von einem Jahr um 17,40 Euro in die Höhe.

Allein die Betriebskosten sind seit 2005 um insgesamt 25,70 Euro gestiegen. Den größten Sprung gab es 2012 mit einem Kostenanstieg von 5,90 Euro.

Fazit

Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Wohnen in Österreich wird konstant teurer. Inzwischen müssen hierzulande rund 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens für ein Dach über dem Kopf budgetiert werden. Darin noch nicht enthalten sind die Neben- und Betriebskosten. Überdurchschnittlich teuer ist Wohnen in den Bundesländern Tirol und Salzburg, wo 42 bzw. 36 Prozent des Nettoeinkommens pro Haushalt für die Miete verwendet werden. Am günstigsten wohnt man in der Steiermark (mit einem Wohnkostenanteil von 23 Prozent), im Burgenland (24 Prozent) sowie in Oberösterreich (27 Prozent) und Kärnten (28 Prozent). Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2017.

Angesichts der Faustregel, dass nicht mehr als ein Drittel des Einkommens fürs Wohnen aufgewendet werden sollte, beunruhigen diese Zahlen. Doch mit der Entwicklung steht Österreich nicht alleine da: Auch in Deutschland müssen Mieter tief in die Tasche greifen. In zehn deutschen Städten übersteigt der Wohnkostenanteil die magische 30-Prozent-Regel. Spitzenreiter in Sachen höchste Mietbelastung: Frankfurt am Main mit 35,4 Prozent.

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