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Österreichischer Immobilienmarkt: Preissteigerungen durch erhöhte Immobilienertragssteuer?

Steuer 16.02.2016 Alexander Matzkewitz
Steuer Immobilien

Die mit Beginn des Jahres eingeführte Erhöhung der Immobilienertragssteuer hat innerhalb des Österreichischen Immobilienmarktes eine spürbare Verunsicherung verursacht und zu einer gestiegenen Anzahl an Immobilienverkäufen geführt. Elisabeth Rohr, ihres Zeichens Mitglied des Österreichischen Verbandes der Immobilienwirtschaft (OVI), spricht von einer veränderten Verkaufsmentalität: Erhöhung der Immobilienertragssteuer, Änderung der Grunderwerbssteuer und Eingriffe in die sogenannte Afa würden Eigentümer, welche ein Verkaufsvorhaben hegen, dazu bringen besser jetzt als später zu verkaufen. Auswirkungen auf die nationalen Immobilienpreise seien vorprogrammiert. Die jüngsten Steuerreformen bergen somit eine ernstzunehmende Wirkungskette: Großinvestoren und Privatkäufer könnten im Verlauf des Jahres zusehends an Vertrauen verlieren. Ist also die neue Devise, seine Immobilien schnellstmöglich zu veräußern, ein berechtigter Trend? Ein Ausblick.

Fiskalpolitik könnte Immobilienpreise nach oben treiben

,,Die Preise für Wohnimmobilien haben sich mittlerweile auf einem hohen Niveau beruhigt“, so Rohr. Da die Nachfrage jedoch preissensibler geworden ist, könne durchaus mit ansteigenden Kosten für Wohnraum gerechnet werden. Sechs durchschnittliche Bruttojahresgehälter sind notwendig, um eine Standartwohnung (definiert als 70 Quadratmeter Neubau) erwerben zu können. Die Tendenz ist somit steigend, liegt im europäischen Vergleich aber im Mittelfeld: In Frankreich benötigt man ganze acht und in Großbritannien sogar zehn Bruttojahresgehälter. Die Leistbarkeit des Wohnraums bewegt sich also immer noch im Rahmen. Welche dezidierten Auswirkungen die Steuerpolitik der Regierung auf die Immobilienpreise haben wird, bleibt laut Frau Rohr abzuwarten. Wer über einen Immobilienverkauf nachdenkt, sollte sich vorerst gründlich über die ortsüblichen Preisentwicklungen informieren, um finanzielle Verluste zu umgehen und den optimalen Verkaufspreis zu erzielen.

Neue Mindestbaustandarts als Antwort auf derzeitige Preisentwicklungen?

Eine Neudefinition der Mindestbaustandarts wäre seitens des OVI eine Möglichkeit Investitionen in Immobilien zu befeuern. Bauherren soll es je nach Projekt selbst überlassen sein, Merkmale und Ausstattungen der geplanten Immobilie zu bestimmen. Überholte Dogmen und einzelne Landesvorschriften, die als veraltet gelten, sollen hinterfragt werden. Das veränderte Mobilitätsverhalten der Menschen in Ballungszentren beweist: Selbst die teuren Stellplatzverpflichtungen von Ländern und Gemeinden müssten reformiert werden, um zeitgemäßer auf die Trends des Immobilienmarktes zu reagieren. Ob jene Konzepte des OVI das Marktverhalten potentieller Verkäufer beruhigen können und das Kaufinteresse seitens Investoren stärken werden, bleibt aber auch eine Frage der Politik. Frau Rohrs Jahresausblick ist in diesem Punkt eher skeptisch: ,,Wer weiß, was da sonst noch alles kommt.“.

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