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So leben die Österreicher

Ausland 15.11.2019 Rascha Elbash
Wohnreport Österreich

Vor kurzem ist der Findathome.at Wohnreport 2019 erschienen, der die aktuelle Wohnsituation der Menschen in Österreich beleuchtet. Mit der Umfrage wurde evaluiert, ob mehr Menschen in Österreich in Häusern oder Wohnungen leben und ob Miete oder Eigenheim beliebter sind. Daneben wurden spannende Trends in Bezug auf den Beziehungsstatus von Wohnenden untersucht und ob Österreichern Balkon, Terrasse und Garten wichtig sind.

Junge wollen flexibel sein und bevorzugen Wohnungen

Die interessanteste Zahl vorweg: Über drei Viertel (78 %) der Umfrageteilnehmer leben in Wohnungen, während nur 22 Prozent der Befragten angaben, in einem Haus zu leben. Etwas mehr als die Hälfte (54 %) gaben zudem an, Neubauwohnungen gegenüber Altbauwohnungen zu bevorzugen. Besonders beliebt sind laut der Studie mittelhohe Etagen wie der zweite oder dritte Stock, die zu Fuß noch gut zu erreichen sind.

Das größte Segment der in Wohnungen lebenden Menschen machen 30 bis 40-Jährige aus. Dies hängt laut den Studienverantwortlichen von Findathome.at vermutlich mit der größeren Flexibilität zusammen, welche Wohnungen gerade für jüngere Menschen bieten. Denn in einem Haus zu leben ist für viele ein großer Schritt, der wohlüberlegt sein will. Die Freiheit, seinen Wohnort wechseln zu können, ist für viele Menschen von großem Wert. Besonders Menschen in jüngerem Alter leben deshalb in städtischen Gebieten und ziehen erst mit fortschreitendem Alter aufs Land oder in städtisches Wohneigentum.

Miete oder Eigenheim – auch hier gibt das Alter den Ausschlag

Das Gleiche gilt für die Entscheidung, Mieter oder Immobilienbesitzer zu sein. Knapp über die Hälfte (51 %) der Befragten gaben an, sich für die Miete entschieden zu haben, während 49 % eine eigene Immobilie besitzen. Besonders hoch ist der Mieteranteil bei Menschen zwischen 25 und 40 Jahren.

Die Entscheidung gegen den Immobilienkauf begründet ein Drittel der Teilnehmer mit der damit verlorenen Flexibilität, ein weiteres Drittel mit fehlenden Eigenmitteln und das letzte Drittel mit den höheren Kosten und damit, dass das Aufnehmen eines Immobilienkredits für sie keine Option ist. Die Beweggründe der Befragten sind also exakt dreigeteilt.

Doch, ob Österreich noch lange das Land der Mieter sein wird, ist fraglich. Der Anteil an Immobilieneigentümern ist seit Jahren am Steigen und ist im Begriff den Mieteranteil einzuholen. Der Grund dafür liegt vor allem in der Attraktivität von Immobilien als langfristige Wertanlage. So sehen 37 Prozent der Befragten dies als den wichtigsten Grund für den Immobilienbesitz. 36 Prozent gaben an, sich durch das Eigentum von Immobilien sicherer zu fühlen. 13 Prozent der Befragten hatten eine Immobilie geerbt oder geschenkt bekommen.

Singles leben überwiegend in Wohnungen – Verheiratete ziehen den Besitz von Wohneigentum vor

Interessant ist auch der Zusammenhang zwischen dem Beziehungsstatus von Menschen und ihrer Lebensweise. Viele Studien, die sich nur auf Immobilienpreise fokussieren, blenden soziale Aspekte komplett aus – nicht so die Umfrage von Findathome.at.

So lebt gemäss der Studie die überwältigende Mehrheit von 91 Prozent der Singles in Wohnungen, wobei etwa zwei Drittel (69 %) davon Mieter sind. Die Deutlichkeit dieser Zahlen überrascht. Verheiratete Menschen besitzen hingegen überwiegend (61 %) Wohneigentum, wobei ein Drittel (36 %) im eigenen Haus leben. Bei nicht verheirateten Menschen in einer Beziehung sind Mieter und Immobilieneigentümer gemäss der Studie gleich auf – befinden sich also zwischen Singles und Verheirateten.

Die Österreicher legen Wert auf genügend Außenraum

Die Umfrage ging auch auf spezifische Vorlieben der Wohnenden in Österreich ein. So legen sie neben der Lage einer Immobilie auch Wert auf deren Ausstattung. Für knapp zwei Drittel (63 %) der Befragten sind ein Balkon, eine Terrasse oder ein Garten sehr wichtig. Über 74 Prozent gaben denn auch an, in einer Wohnung oder einem Haus mit Außenfläche zu wohnen. Dabei handelt es sich aber bei Weitem nicht nur um Gartenbesitzer: Für 40 Prozent der Befragten ist es ein Balkon oder eine Terrasse von maximal 10 Quadratmeter Größe.

Gerade in Innenstädten werden Frei- und Grünräume aber immer knapper und kommen mit höheren Preisen einher. Menschen mit einem großen Bedürfnis nach Grün bevorzugen deshalb das Wohnen in ländlichen Gebieten. So geben 39 % der Umfrageteilnehmer in ländlichen Gegenden an, eine Freifläche in Form eines Gartens von über 100 Quadratmetern zu besitzen.

Die Studie von Findathome.at gibt zwar nicht enorm viele Daten preis und bleibt vergleichsweise oberflächlich, sie liefert aber dennoch einige interessante Zahlen und Trends zu den Wohngewohnheiten der Menschen in Österreich. Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann unseren Artikel zu den Wohnträumen der Österreicherinnen und Österreicher lesen.

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