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Wohnungseigentumsgesetz – Infos für Wohnungseigentümer

WEG AT

Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) nimmt eine besondere Stellung bei der Betrachtung von Immobilieneigentum ein. Es eröffnet die Möglichkeit, den Miteigentumsanteil an einer Immobilie mit dem Recht auf die ausschließliche Nutzung einer Wohnung zu verbinden.

Eigentumswohnungen unterliegen in Österreich daher dem Bundesgesetz über Wohnungseigentum vom 26. April 2002, dass Sie als Eigentümer über Ihre Rechte und Pflichten aufklärt.

1. Was ist im Wohnungseigentumsgesetz geregelt?

Das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ist ein Bundesgesetz, das alle gesetzlichen Regelungen zum Wohnungseigentum definiert. Dazu zählen die Voraussetzungen, die Begründung von Wohnungseigentum, der Erwerb sowie die Rechte und Pflichten der einzelnen Wohnungseigentümer. Außerdem beinhaltet das WEG weitere Vorschriften zur Verwaltung der Liegenschaft und zu wohnungseigentumsrechtlichen Außerstreitverfahren. Das Gesetz über Wohnungseigentum schafft damit eine rechtliche Grundlage für alle Wohnobjekte, die von mehreren Eigentümern genutzt werden.

2. Wie wird das Eigentumsrecht an einer Eigentumswohnung definiert?

Wohnungseigentümergemeinschaft

Bei der Begründung von Wohnungseigentum werden jedem Miteigentümer ein ideeller Anteil an der gesamten Liegenschaft und ein dingliches Recht über seine Wohnung zugesprochen. Der Miteigentumsanteil an der Liegenschaft bezieht sich auf alle Räume des Gebäudes, die nicht zu Wohnzwecken dienen. Dazu gehören typischerweise die Kellerräume, Garagen oder auch Praxis- und Büroräume. Das Sondereigentum über eine Wohnung hingegen berechtigt den Miteigentümer dazu, diese Wohneinheit alleine zu nutzen. In Deutschland werden hierfür die Begriffe Wohneigentum und Teileigentum verwendet, die sich jedoch nicht im österreichischen Wohnungseigentumsgesetz finden.

3. Was ist eine Abgeschlossenheitserklärung?

Nach § 2 (2) WEG handelt es sich bei einer Wohnung um eine baulich abgeschlossene, selbstständige Räumlichkeit. Diese Eigenschaft der Abgeschlossenheit ist wichtig, um Wohnungseigentum zu begründen. Als baulich abgeschlossen gilt eine Wohneinheit, wenn sie durch Wände und Decken von anderen Gebäudeteilen getrennt ist. Außerdem muss die Wohnung über einen eigenen, abschließbaren Eingang verfügen. Für die Begründung von Wohnungseigentum und die Eintragung des Wohnungseigentumsrechts ins Grundbuch ist die Anzahl der wohnungseigentumsfähigen Objekte nachzuweisen. Hierfür ist eine Bescheinigung durch die Baubehörde oder ein Gutachten eines Sachverständigen einzuholen. Diese Abgeschlossenheitsbescheinigung erfüllt neben der Nutzwertberechnung die Voraussetzungen für die Begründung von Wohnungseigentum nach österreichischem Recht.

4. Was steht im Wohnungseigentumsvertrag?

Der Wohnungseigentumsvertrag wird bei Begründung des Wohnungseigentums geschlossen und beim zuständigen Grundbuchsgericht verbüchert. Die schriftliche Vereinbarung regelt die Rechtsbeziehungen zwischen den Wohnungseigentümern untereinander und räumt jedem Miteigentümer ein exklusives Nutz- bzw. Wohnrecht über eine bestimmte Wohnung ein. Der Wohnungseigentumsvertrag enthält unter anderem eine Erklärung aller Miteigentümer über die wechselseitige Einräumung des Wohnungseigentums, die Nutzungsvereinbarung für gemeinsame Teile und Vereinbarungen zur Rücklage.

Hinweis von immoverkauf24:

Der Wohnungseigentumsvertrag kann später nur teilweise von der Wohnungseigentümergemeinschaft geändert werden. Beim Wohnungsverkauf ist dieses Dokument daher von Bedeutung für den Erwerber, der den Vertrag vor dem Kauf prüfen sollte.

5. Wofür ist die Nutzwertfestsetzung wichtig?

Die Nutzwertfestsetzung (auch Parifizierung genannt) legt die jeweiligen Nutzwerte aller Wohnungseigentumsobjekte im Vergleich zur Summe aller Nutzwerte der Liegenschaft fest. Der Nutzwert einer Wohnung wird in Prozent ausgedrückt und kommt bei der anteiligen Berechnung von Betriebs- und Erhaltungskosten zur Anwendung.

6. Welche Rechte und Pflichten haben Eigentümer? Eine Checkliste.

Als Eigentümer einer Wohnung haben Sie die folgenden Rechte:

  • Nutzungsrechte
  • Verfügungsrechte (die Wohnung kann ohne Zustimmung der anderen Miteigentümer verkauft oder vererbt werden)
  • das Recht, die Wohnung zu vermieten

Diese Pflichten ergeben sich aus dem Wohnungseigentumsgesetz:

  • Zahlungspflichten (Betriebskosten, Erhaltungskosten, etc.)
  • rücksichtsvolles Verhalten gegenüber den anderen Miteigentümern
  • Einhaltung der Hausordnung
  • Eigentümer haftet für das Verhalten von Mietern, wenn Wohnung vermietet ist
  • Erhaltungspflicht (Wohnung ist so instand zu halten, dass keinem anderen Miteigentümer daraus Schaden entsteht)
  • Eigentümer hat das Betreten seiner Wohnung zu dulden, wenn dies zur Behebung von Schäden erforderlich ist.
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