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Bauboom in Österreich: Kann der Anstieg der Immobilienpreise verhindert werden?

Trends 26.07.2016 Alexander Matzkewitz
Immobilienpreise Österreich

Laut des aktuellen ,,Deloitte Property Index 2016“ gehört Wien in Bezug auf die Wohnraumpreise im Vergleich zu anderen Europäischen Städten zu den teuersten Metropolen Europas. Mithilfe des Index kann festgestellt werden, wieviel Quadratmeter Wohnraum man innerhalb der EU für 200.000 Euro erhält. In Wien sind es gerade einmal 51 Quadratmeter – viel zu wenig, wie der Blick nach Ost und West verrät. So erhält man in Budapest beispielsweise satte 163 Quadratmeter und in Lissabon immer noch 107 Quadratmeter. Schlusslicht bildet einzig London mit gerade einmal 10 Quadratmetern. Doch woran liegt es, dass in Österreich Immobilienpreise weiterhin so rasant ansteigen?

Bauboom: Bauwirtschaft kann ansteigenden Zuzug nur schwer kalkulieren

Laut ,,Deloitte“ hat kein anderes Land im Vorjahr so viele Wohnungen gebaut wie Österreich – nämlich 6,2 Wohnungen pro 1.000 Einwohner. Zudem liegt das Land auch bezüglich des Bestands an Wohneinheiten deutlich über dem EU-Durchschnitt. Doch wer seine Immobilie verkaufen möchte, erzielt besonders in der Bundeshauptstadt horrende Verkaufspreise. Der Wohnraum ist für viele Österreicher gerade in Wien schlichtweg nicht mehr leistbar. Und das obwohl Österreich in eine regelrechte Wohnbauoffensive gestartet ist: 6.000 neue Wohnungen wurde im Jahr 2015 neugebaut. Die Nachfrage konnte hiermit jedoch kaum gedämpft werden. Das Institut für Immobilienökonomie bestätigte jüngst die Zahlen des Baubooms, wies jedoch auch auf die rasant ansteigenden Flüchtlingszahlen hin. Von den bisherigen knapp 90.000 Flüchtlingen werden laut Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) mindestens 35.600 in Österreich bleiben. Die Bevölkerungsanzahl steigt somit um 8,1 Prozent auf 9,3 Millionen. Dieser massive Zuzug wirkt sich auf die Pläne der Bauwirtschaft aus. Aber auch hier gibt es deutlichen Optimierungsbedarf.

Neue Wohneinheiten: Zu wenig aber vor allem zu teuer

56.800 neue Wohneinheiten wurden laut des Instituts vergangenes Jahr fertiggestellt. Soviel wie lange nicht mehr. Trotzdem melden die Experten eine Bedarfslücke von 5.600 Wohnungen im Jahr – mit der Tendenz nach oben, berücksichtigt man den im Verlauf der Flüchtlingsdebatte angesprochenen Familiennachzug. Doch das Problem ist ein ganz anderes: Es werden nicht nur zu wenig Wohnungen gebaut, sondern zu teure. Gebraucht werden Einzimmerwohnungen oder gut geschnittene Vierzimmerwohnungen – zu erschwinglichen Preisen. So wurden im Jahr 2014 noch 30 Prozent der Wohnungen von gemeinnützigen Wohnbauträgern errichtet. Seit dem Bestehen der Mietpreisbremse wird jedoch zusehends auf Renovierung und Neubau verzichtet. Die Forderungen an die Politik, es sollen rechtskräftige Auflagen gelockert werden, um beispielsweise leerstehende Hotels in Wohnraum umwandeln zu können, blieben bislang von der Politik unberücksichtigt. Für die Bundeshauptstadt Wien ist dieser Zustand ein Desaster. Knapp 60 Prozent aller Flüchtlinge halten sich derzeit dort auf. Der Bedarf an Wohnraum könnte um bis zu einem Drittel ansteigen - und mit ihm: Die Immobilienpreise.

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